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Spielbericht Männer Bezirksliga 2025/2026 - Meisterschaft - Saisonrückblick

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Spielberichte

Männer Bezirksliga

2025/2026

Wie der TuS Vollnkirchen sich die Meisterschaft geholt hat

In der Handball-Bezirksliga Männer hat der TuS Vollnkirchen seine Entwicklung fortgesetzt und kehrt in die Bezirksoberliga zurück. Trainer Michael Bepler erklärt das Erfolgsrezept.

Hüttenberg-Vollnkirchen. Schon bevor die Spielzeit in der Männerhandball-Bezirksliga beendet war, stand der Meister seit geraumer Zeit fest. Eine herausragende Runde legte nämlich der TuS Vollnkirchen hin und feierte daher schon am viertletzten Spieltag Ende April dank eines 35:23-Erfolges über Bezirksoberliga-Absteiger MSG Florstadt/Gettenau den Titelgewinn. Und in eben jene „BOL“ kehrt das Team des Trainergespannes Michael Bepler und Jannis Ohly in der kommenden Runde zurück.

„Ich kann den Jungs für diese Saison nur ein riesiges Kompliment aussprechen. Wir sind direkt stark gestartet und haben trotz vieler Verletzter in der Hinrunde keine Punkte abgegeben. Dass wir einen recht breiten und vor allem einen mit großer Leistungsdichte haben, kam uns da zugute. Wir waren einfach schwer auszurechnen. Zudem konnten wir uns auch immer mal wieder auf Aushilfen von ,Altstars’ verlassen. Dass wir uns die Meisterschaft verdient haben, das sagt die Tabelle auch sicherlich aus“, so ein zufriedener TuS-Coach Michael Bepler ob des großen Vorsprungs auf die Verfolger.

Im ersten Jahr nach dem extrem unglücklichen Abstieg aus der Bezirksoberliga am letzten Spieltag der Saison 2022/23 landete die damalige ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen in der Bezirksliga auf Rang vier, ehe es in der folgenden Spielzeit knapp hinter Meister HSG Linden II schon für die Vize-Meisterschaft reichte. Und diese stetige tabellarische Entwicklung setzte der jetzt wieder als TuS Vollnkirchen auflaufende Club fort. „Es war aber nicht nur eine tabellarische Entwicklung, sondern zudem sowohl eine sportliche als auch eine als Mannschaft“, findet Trainer Michael Bepler und kann dies auch begründen: „Wir haben eine junge Truppe, die im Prinzip identisch ist mit der der Vorsaison, da einzig Basti Ulm hinzukam. Die Entwicklung war aber bereits in den engen Spielen zu sehen, in denen wir viel besser agiert haben als noch in der Vergangenheit. Da haben wir deutlich an Reife und Erfahrung gewonnen. Unser größtes Plus ist aber das Team an sich. Wir haben keine Stars, sondern agieren als Mannschaft. Die Jungs haben richtig Bock und einen tollen Spirit.“ Und dass der TuS nach der Vize-Meisterschaft zuvor auch diesmal ganz oben angreifen würde, war früh abzusehen. Nach dem 33:22-Erfolg im Auftaktderby bei der MSG Rechtenbach/Wetzlar wurde auch „Angstgegner“ HSG Marburg beim 39:25 förmlich zerlegt. Und spätestens, nachdem an Spieltag fünf auch das Topspiel beim Verfolger TV Hüttenberg III klar mit 30:24 gewonnen wurde, war die Richtung klar.

Gegen die HSG Eibelshausen/Ewersbach wurde Ende November ein weiteres direktes Duell mit 34:28 erfolgreich gestaltet, sodass Vollnkirchen zum Jahreswechsel 24:0 Punkte aufwies und diese Serie sogar noch auf 36:0 Zähler ausbaute, ehe es bei der extrem formstarken HSG Gedern/Nidda beim 25:26 die erste und bislang einzige Niederlage setzte. Da aber tags darauf der Zweite Eibelshausen/Ewersbach ebenfalls verlor, hatte dies praktisch keine Konsequenzen. Und weil sich der TuS danach auch keinen „Stolperer“ mehr erlaubte, stand der Titelgewinn am viertletzten Spieltag fest. „Der starke Start trotz der Ausfälle hat uns natürlich enorm Selbstvertrauen verliehen. Spätestens nach den Siegen in Hüttenberg und gegen Eibelshausen/Ewersbach wussten wir, dass wir es schaffen können, und haben voll durchgezogen. Ausgezeichnet hat uns neben der erwähnten Kaderbreite und der Leistungsdichte unser Angriffsspiel, da wir unheimlich viele schnelle Spieler haben, die hohes Tempo gehen können. Ein Nachteil ist sicherlich, dass uns in der Abwehr daher doch etwas an Körperlichkeit fehlt. Da müssen wir in der höheren Liga sicher deutlich zulegen, stabiler werden und es auch schaffen, mehr Stoppfouls hinzubekommen“, glaubt Bepler, der seit der „Corona-Saison“ 2019/20 als Übungsleiter verantwortlich zeichnet. Nach der vorzeitigen Meisterschaft laufen die Personalplanungen in Vollnkirchen auf Hochtouren. „Ich habe schon einige Telefonate geführt, aber natürlich ist es schwierig, da wir hier in Vollnkirchen kein Geld für Spieler bezahlen. Daher ist es mit Verpflichtungen doch recht schwer. Trotzdem werden wir uns weiter bemühen. Ich denke, dass wir auf alle Fälle mit unserem Teamgeist und der Lust auf Handball werben können, und vielleicht hat darauf ja doch der eine oder andere Bock“, blickt „Meistertrainer“ Michael Bepler positiv in die Zukunft. Dann wieder in der Bezirksoberliga.