
Männer Bezirksliga
2025/2026
26. Spieltag
In der Handball-Bezirksliga der Männer hat ein heimisches Team am Saisonende noch eine Überraschung parat. Und lässt den einen Lokalrivalen trotz einer Derbypleite aufatmen.
Wetzlar. Paukenschlag in der Männerhandball-Bezirksliga! Nach der 33:43-Niederlage gegen Meister TuS Vollnkirchen war der SV Stockhausen am Samstagabend als Vorletzter zwar sportlich abgestiegen, bleibt aber wohl dennoch in der Klasse. Der Grund: Die KSG Bieber zieht ihre Mannschaft zurück und steht damit als zweiter Absteiger neben der TG Friedberg II fest. Noch nicht beendet ist hingegen die Saison für den TV Hüttenberg III, der sich Platz zwei sicherte und nun in zwei Relegationsspielen gegen die HSG Wettertal um den Aufstieg in die Bezirksoberliga antritt.
HSG Dilltal II – TSV Södel 32:27 (14:12): „Im Prinzip war es Sommerhandball, denn man hat gemerkt, dass es um die Goldene Ananas ging. Da wir zumeist in Führung lagen und eine ordentliche Torhüter- und Abwehrleistung hatten, ging der Sieg denke ich in Ordnung“, so HSG-Trainer Michael Zehner, dessen Team auf Rang acht ins Ziel kam. Ab dem 4:3 führte Dilltal II, zur Pause betrug der Vorsprung aber nur zwei Treffer (14:12). In Hälfte zwei kam Södel beim 22:22 (49.) erstmals wieder zum Ausgleich, doch die Partie kippte nicht. Im Gegenteil, denn Dilltal II zog auf 29:25 davon und hatte den Heimsieg damit eingetütet. Tore Dilltal II: Freund (3), Schnier (3/3), Dreuth (6), Werner (5), Roth (2/1), Godow (2), Schaub (1), Hase (5/1), Wehr (5).
SV Stockhausen – TuS Vollnkirchen 33:43 (16:25): „Wir hatten gegen den Meister keine großen Erwartungen und kamen erst nach einer Deckungsumstellung besser ins Spiel. In der zweiten Halbzeit hatten wir sogar eine richtige starke Phase und konnten deutlich verkürzen, aber die Hypothek war letztlich zu groß“, berichteten Rebecca Erkel und Anne Henß, die den verhinderten Marco Schmidt vertreten hatten.
Die Hoffnungen auf einen Coup waren im Prinzip schon nach gut elf Minuten dahin (2:8), denn der „BOL“-Aufsteiger spielte konzentriert und konsequent. Bis auf 20:8 (!) zog Vollnkirchen sogar davon, ehe der SVS bis zur Pause leicht verkürzte. Daran knüpfte Stockhausen in Hälfte zwei an und hatte den Rückstand beim 32:38 immerhin halbiert. Doch eine Chance hatten die Hausherren letztlich nicht, am Ende zog der TuS nochmal an. „Wir hatten eine bunt gemischte Truppe, das Spiel aber ernst genommen und haben letztlich ungefährdet gewonnen. Was mir wichtig war, da wir uns nicht in den Abstiegskampf einmischen wollten. Es war ein cooler Abschluss einer bärenstarken Saison der Jungs“, freute sich Meistertrainer Michael Bepler. Tore Stockhausen: Textor (4), Müller (5), Mathis Erkel (3), Bremond (2), Fischer (1), Hiesberger (7), Schweitzer (1), Gerhardt (1), Jonas Erkel (8/2), Schmitz (1/1) – Tore Vollnkirchen: Sommer (4), Robin Dürl (2/1), Ulm (4), Timmermann (10/4), Eric Dürl (4), Nils Lindenstruth (4), Luis Vogel (8), Fischer (4), Rau (3).
HSG Marburg – TV Hüttenberg III 22:28 (9:16): „Wir haben richtig stark gespielt und uns schon vor der Pause entscheidend abgesetzt. Danach haben wir das Spiel kontrolliert und sind nicht mehr in Gefahr geraten. Jonas Schuster hatten wir gut im Griff, das war der Schlüssel des Erfolges“, freute sich TVH-Coach Jan Michel. Die Anfangsphase verlief noch völlig offen (6:6, 17.), danach spielte Hüttenberg III stark auf und zog über das 12:7 (23.) bis zur Pause auf 16:9 davon. Beim 14:18 (38.) war Marburg zwar deutlich nähergekommen, doch die Michel-Sieben erkannte die Gefahr und setzte sich entscheidend auf 23:16 (49.) ab. Am Ende hätte sogar auch eine Niederlage für Platz zwei gereicht, doch so tankte Hüttenberg III Selbstvertrauen für die Relegation um den Aufstieg.
Tore Hüttenberg III: Langsdorf (2), Müller (4), Zörb (1), Kummer (7), Kassabaum (3), Machleit (3), Mackenrodt (2), Stankewitz (4), Franke (2/2).
Dessen Team war prächtig gestartet und lag mit 3:0 (5.) und 7:4 (12.) vorne. Bis zum 9:6 (15.) lief alles nach Wunsch, danach schnell aber nicht mehr. Mirco Stanzel sah nämlich Rot, zudem trafen die Gäste sechsmal am Stück (12:9, 22.). Nach dem Pausen-14:17 war Rechtenbach/Wetzlar beim 19:20 (40.) wieder dran, ließ dann aber beste Chancen ungenutzt, sodass Großen-Buseck/Beuern entscheidend auf 26:20 (49.) davonzog.
Tore Rechtenbach/Wetzlar: Dönges (2), Friedrichs (4), Kundt (6/2), Leimann (3), Mohr (2), Wilhelm (9).
KSG Bieber – MSG Florstadt/Gettenau 34:18 (18:9): „Wir wollten nochmal alles geben und uns mit einem Sieg aus der Liga verabschieden. Es hat einfach alles gepasst, denn wir haben uns kaum Fehler oder Fehlwürfe erlaubt und auch nicht die fast schon obligatorische Schwächephase in Hälfte zwei“, freute sich Biebers Laura Rabenau, fügte aber mit einem weinenden Auge an. „Wir wussten schon vorher um die Zukunft der Mannschaft, werden erste und zweite nun zusammenlegen und in der Bezirksklasse antreten.“Dass es ein erfolgreicher Abschied werden würde, war schon früh klar, da Simon Brück sein Tor vernagelte und dessen Vorderleute stark aufspielten. Und so zog die KSG über das 10:4 (18.) zur Pause schon auf 18:9 davon. Weil das Bild in Hälfte zwei komplett unverändert blieb, steuerte der Gastgeber dem Kantersieg beim 27:11 (43.) schon lange entgegen. Der vorerst letzte Biebertaler Treffer in der Bezirksliga gelang Max Kipping.
Tore Bieber: Herrmann (10/6), Fink (2), Kipping (5), Keiner (3), Valentin (6), Ben Bender (1), Hoffmann (1), Diehl (2), Kunert (4).
MSG Rechtenbach/Wetzlar – HSG Großen-Buseck/Beuern 26:34 (14:17): „Wir haben gut begonnen, vor der Pause aber drei schnelle Gegenstöße am Stück kassiert. Danach haben wir auch noch freie Bälle ausgelassen. Man hat uns leider angemerkt, dass wir personell dezimiert waren. Das war über eine Saison mit Höhen und Tiefen das generelle Problem“, so MSG-Coach Jens Hohaus.