
Männer BOL
2026/2027
6. Spieltag
Die Bezirksoberliga-Handballer halten im Spitzenspiel die MSG Lang-Göns/Kleenheim in Schach. Niederlagen gibt es hingegen für den TV Hüttenberg III und den TuS Vollnkirchen.
Wetzlar. In der Handball-Bezirksoberliga der Männer ist die HSG Dilltal so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Am sechsten Spieltag setzten sich die Dilltaler im Spitzenspiel bei der MSG Lang-Göns/Kleenheim mit 34:27 durch und haben wie Spitzenreiter TSV Griedel (29:27-Sieg in Lollar) 10:2 Punkte auf dem Konto. Niederlagen mussten dagegen die anderen beiden heimischen Teams hinnehmen. So hatte der TV Hüttenberg III im Derby bei der HSG Linden II mit 26:30 das Nachsehen, und der TuS Vollnkirchen war mit einer Rumpfmannschaft im Gastspiel bei der HSG Kirchhain/Neustadt chancenlos (26:40).
MSG Lang-Göns/Kleenheim – HSG Dilltal 27:34 (16:13): „Wir haben in der ersten Hälfte eine sehr gute Abwehr- und Torhüter-Leistung gezeigt“, berichtete MSG-Trainer Bernd Wagner, „und konnten deshalb mit einer Führung in die Pause gehen“. In der Tat kamen die Hausherren prima aus den Startlöchern und führten nach knapp sieben Minuten mit 4:0. Nach 13 Minuten hieß es 8:3 für die Heimmannschaft. „Die erste Viertelstunde verschlafen wir komplett“, erklärte Gästetrainer René Funke. Außerdem habe Dilltal auch mit der Linie der Schiedsrichter zurechtkommen müssen, die „viel haben laufen lassen“. In der Folge verkürzte die Truppe von der Dill dennoch den Rückstand auf einen Treffer (14:13), ehe die MSG den Vorsprung wieder ausbaute.
In der zweiten Hälfte lief es dann nicht mehr ganz so reibungslos bei der MSG. „Das hat Dilltal sehr gut genutzt, um einfache Tore zu machen“, lieferte Bernd Wagner die entsprechende Erklärung. So holte Dilltal auf, erreichte nach 37 Minuten den Gleichstand zum 17:17 und setzte sich in der Folgezeit nach und nach ab. 21:22 lautete der Spielstand nach 45 Minuten, ehe die Gäste auf 27:22 (51.) davonzogen. „Nico Russmann hält hinten raus richtig gut und uns den Rücken frei“, lobte der Gästetrainer seinen Keeper. Und so baute die HSG in der verbleibenden Zeit den Vorsprung auf sieben Tore aus, was René Funke richtig stolz auf seine Mannschaft machte. „So kann es weitergehen.“
Tore Lang-Göns/Kleenheim: Lang (12/2), Dilges (5), Hopp (4), Kolmer (3), Zapf, Tossi, Rompf (je 1) – Tore Dilltal: Augustin (7/5), Reuschling (6), Rückel (5), Bährens, Becker (je 4), Becht (3), Diehl (2), Sauer, Stockenhofen, Metze (je 1).
HSG Linden II – TV Hüttenberg III 30:26 (17:11): „Die ersten fünf Minuten waren ganz gut“, gab hinterher Hüttenbergs Trainer Jan Michel zu Protokoll, „dann sind wir wieder in alte Muster verfallen“. In Toren drückte sich das wie folgt aus: Nach vier Minuten hieß es 3:3, ehe die Lindener bis zur zehnten Minute auf 7:3 davonzogen und den Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf 17:11 ausbauten. Im zweiten Durchgang eilte die Heimmannschaft schnell bis auf 19:11 weg, ehe die Hüttenberger den Rückstand nach und nach verkürzten. Beim 24:20 für die Gastgeber war der Anschluss fast hergestellt, doch der TVH kam nicht mehr entscheidend nahe heran.
Tore Linden II: Münster (10), Reitenbach (4), Rüdesheim, Hirzmann (je 3/1), Beckmann, Rühl (je 3), Quack (2), Yanis Weißert, Jung (je 1) – Tore Hüttenberg III: Kummer (7), Malo (4/4), Kassabaum, Stankewitz, Linzke (je 3), Machleit, Franke (je 2), Lohrey, Weiß (je 1).
HSG Kirchhain/Neustadt – TuS Vollnkirchen 40:26 (19:15): Die Gäste konnten lediglich zwölf Spieler (davon drei Torhüter) aufbieten und waren am Ende chancenlos. Mit dem Verlauf der ersten Halbzeit war Vollnkirchens Trainer Michael Bepler in Teilen dennoch zufrieden. „15 Tore im Angriff waren sehr gut. Wir haben auch gute Lösungen gegen die Kirchhainer Abwehr gefunden und auch gute Chancen erspielt, die wir dann aber liegen gelassen haben.“
In der zweiten Halbzeit wollten sich die Vollnkírchener bei ihren Abschlüssen Zeit lassen, doch das war, wie Michael Bepler berichtete, „auch recht schnell eine Kraftfrage“. So standen nur zwei etatmäßige Rückraumspieler zur Verfügung, sodass auch „gelernte“ Außenspieler auf diesen Positionen eingesetzt werden mussten. Die Gäste gerieten nach der Pause immer deutlicher ins Hintertreffen. 21:17 lautete der Spielstand nach 33 Minuten, doch rund zehn Minuten später führte die HSG bereits mit 27:20. „Am Ende war einfach die Energie weg“, erklärte der TuS-Coach.
Tore Kirchhain/Neustadt: Henkel (15/2), Schwarz, Walz (je 6), Pfab (5), Müller, Paulus, Krug (je 2), Seifart, Behrens (je 1) – Tore Vollnkirchen: Moritz Lindenstruth, Vogel (je 6), Timmermann, Koller (je 4), Thrun, Zimmermann (je 2), Berikoven, Ahl (je 1).
TSG Lollar – TSV Griedel 27:29 (13:16): Tore Lollar: Los Santos (6/3), Breser (6), Ceh (4/1), Nickel, Schmidt (je 3), Großhaus (2), Lierz, Scheld, Weidner (je 1) – Tore Griedel: Kipp (10/5), Grassl (6), Vogel (5), Dörsam (3), Grosso (2), Maximilian Schepp, Jantos, Brunz (je 1).
HSG Wettenberg II – HSG Mörlen 38:23 (17:10): Tore Wettenberg II: Schneider (8), Wolf, Puhl (je 6), Valentin (4/3), Moritz Kemper, Merz (je 4), Kleinschmidt (2), Schulcz, Szabo, Nils Becker, Quurck (je 1) – Tore Mörlen: Neutzner (5), Müller (4), König, Rossin (je 3), Hampel, Wulf (je 2), Berlich, vom Hagen, Paillon, Riemer (je 1).
HSG Hungen/Lich – HSG Lumdatal II 44:25 (24:12): Tore Hungen/Lich: Dönicke (12), Hahn (7/1), Tobias Anhäuser (6), Piet Spall, Hutzfeld (je 5), Böhm (4), Macht (3), Will, Koppermann (je 1) – Tore Lumdatal II: Kipping (11/3), Schmidt (4), Freitag (3/1), Becker (3), Wilke (2), Jäger, Braun (je 1).
TSF Heuchelheim – TG Friedberg 29:29 (16:11): Tore Heuchelheim: Kreß (9/3), Kneissl (4), Dennis Weber, Hoffmann, Räther, Nickerl (je 3), Faatz (2), Felix Weber, Kunz (je 1) – Tore Friedberg: Kulenovic (6), Sattler (5), Brehm (4), Merten, Reeb, Röhrs (je 3), Peppler (2/1), Ploner (2), Pfeiffer-Milius (1).