
Männer BOL
2026/2027
3. Spieltag
Das Derby in der Bezirksoberliga der Männer zwischen dem TV Hüttenberg III und dem TuS Vollnkirchen bietet alles, was der Handball-Fan möchte. Die Ligaspiele im Überblick.
Wetzlar . Am dritten Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga der Männer ist die HSG Dilltal zu einem 34:24-Erfolg über die HSG Kirchhain/Neustadt gekommen. Der TuS Vollnkirchen gewann das Derby nach einem Krimi beim TV Hüttenberg III mit 31:30.
TV Hüttenberg III – TuS Vollnkirchen 30:31 (14:15): Ein Derby, das an Spannung kaum zu überbieten war. Zunächst einmal begegneten sich beide auf Augenhöhe mit punktuellen Vorteilen für die Gäste, die mehrfach mit drei Toren in Front lagen, aber die TVH-„Dritte“ ließ sich nicht abschütteln. Fünf Minuten vor dem Ende führte der Gast mit 29:27, büßte danach zwei Spieler (dritte Zeitstrafe beziehungsweise Disqualifikation) ein. Bis 70 Sekunden vor dem Ende drehten die Hausherren den Rückstand in eine 30:29-Führung um. Per Siebenmeter glich Lars Timmermann für Vollnkirchen aus. In den verbleibenden 37 Sekunden schlossen die Gastgeber einen Angriff zu früh ab, Vollnkirchen kam noch in Ballbesitz, und bei einem Wurf von außen sahen die Unparteiischen eine Abwehr durch den Kreis. Den fälligen Strafwurf verwandelte Timmermann zum 31:30-Endstand zugunsten des Gastes. „Wir haben das Spiel durch Dummheit in den letzten 30 Sekunden verloren“, ärgerte sich hinterher TVH-Trainer Jan Michel. „Wir hatten eigentlich das Momentum auf unserer Seite, aber in dieser Phase entscheidende Fehler gemacht.“ „Alle Punkte, die wir jetzt holen, sind Gold wert“, freute sich Vollnkirchens Coach Michael Bepler.
Tore Hüttenberg III: Kummer (7), Malo (5/3), Loderhose (4), Mackenrodt, Franke, Weber (je 3), Fritz Machleit (2) , Lohrey, Weiß, Linzke (je 1) – Tore Vollnkirchen: Timmermann (9/6), Moritz Lindenstruth (6), Koller (5), Luis Vogel (3), Linus Vogel, Nils Lindenstruth, Ahl (je 2), Rau, Ulm (je 1).
HSG Dilltal – HSG Kirchhain/Neustadt 34:24 (15:13): „Ein verdienter Heimsieg“, konstatierte Dilltals Trainer René Funke, „auch in der Höhe verdient, auch wenn die erste Halbzeit von den Toren her eng war.“ In der Tat kamen die Gäste besser aus den Startlöchern und lagen nach sechs Minuten mit 4:2 vorn. Nach 17 Minuten führte die HSG Kirchhain/Neustadt mit 9:7. Immerhin drehte die Heimmannschaft den Spieß um und ging mit einer Zwei-Tore-Führung in die zweite Spielhälfte, in der sich nach Mitteilung des Dilltaler Trainers „das besser gestaltet“ habe. Jetzt, so René Funke, „haben wir ein bisschen mehr Zug zum Tor bekommen und haben dann die Zweikämpfe im Angriff gewonnen.“ In diesem Zusammenhang nannte der Dilltaler Coach zwei Akteure: Paul Bährens und Leonard Becht. Ein Sonderlob erhielt auch Torhüter Nico Rußmann. Nach 35 Minuten führte Dilltal mit 17:15, sechs Minuten später mit 23:15. Im weiteren Verlauf bauten die Hausherren den Vorsprung auf zehn Treffer aus.
Tore Dilltal: Bährens (9), Becht (8), Rückel (6), Augustin (4/4), Reuschling (2) , Malo, Diehl, Stockenhofen, Becker, Sauer (je 1) – Tore Kirchhain/Neustadt: Walz (9/2), Henkel (5), Nicolas Blattner (3), Seifart, Behrens (je 2), Pfeil, Kaufmann, Krug (je 1).
TSF Heuchelheim – MSG Lang-Göns/Kleenheim 26:29 (14:13): Über weite Strecken eine spannende Angelegenheit, ehe sich die Gäste zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem 18:19-Rückstand (39.) auf 22:19 (43.) absetzten und in den verbleibenden Minuten den Vorsprung nicht mehr aus der Hand gaben. „Wir haben uns endlich für unser gutes Spiel belohnt und auch die Tore geworfen“, freute sich MSG-Trainer Bernd Wagner. Die Gäste lagen nach gut drei Minuten mit 3:0 vorn. Bis zur siebten Minute drehten die TSF den Spieß um und übernahmen die Führung zum 4:3. Bis zum 6:6 (12.) verlief die Partie ausgeglichen, ehe der Gast wieder die Führung übernahm. 8:11 lautete der Spielstand nach knapp 20 Minuten, ehe die Heuchelheimer den Gleichstand erreichten und mit einer knappen Führung in die Pause gingen. Dann war Leon Dilges kaum zu stoppen. Dilges verwandelte nicht nur drei Siebenmeter, sondern erzielte auch noch elf Tore aus dem Spiel heraus. Nach gut 46 Minuten lag Lang-Göns/Kleenheim mit 24:20 vorn. Zweieinhalb Minuten vor Schluss ordnete TSF-Coach Jens Dapper eine offene Manndeckung an, allerdings ohne Erfolg.
Tore Heuchelheim: Kreß (6/3), Kneissl (5), Dennis Weber, Nickerl, Welk (je 3), Hoffmann (2), Felix Weber, Kunz, Faatz, Kuhlmann (je 1) – Tore Lang-Göns/Kleenheim: Dilges (14/3), Lang (7), Zapf, Keßler, Rompf (je 2), Tim Hecker, Nandor Hecker (je 1).
HSG Lumdatal II – HSG Linden II 26:32 (11:15): Tore Lumdatal lI: Freitag (13/5), Schmidt, Becker (je 4), Tom Wilke, Nils Wilke (je 2), Amend (1) – Tore Linden II: Rüdesheim (8), Rühl (6), Jung (5), Hassenpflug, Fink, Deimer, Reitenbach, Yannis Weißert (je 2), Kehl, Hirzmann, Trappmann (je 2). TSV Griedel – HSG Hungen/Lich 39:26 (15:14): Tore Griedel: Kipp (11/6), Jantos (8), Grassl (7), Hachenburger (5), Brunz (3), Engel, Jan Schepp (je 2), Maximilian Schepp (1) – Tore Hungen/Lich: Hahn (8/6), Tobias Anhäuser (4), Steffan (3), Jan Anhäuser, Hutzfeld, Böhm, Macht (je 2), Dönicke, von Keutz, Piet Spall (je 1).
HSG Mörlen – TSG Lollar 36:29 (16:12): Tore Mörlen: Berlich (12/2), Müller (7/1), König, Wulf (je 4), Neutzner (3), Binder, Otto (je 2), vom Hagen, Schätzle (je 1) – Tore Lollar: Ceh (5/4), Breser, Großhaus (je 5), Becker (4), Weidner, Tuttas (je 3), Scheld, Nickel, Karber, Bayer (je 1).
TG Friedberg – HSG Wettenberg II 39:31 (18:16): Tore Friedberg: Peppler (10/4), Sattler (7), Eisenkopf (6), Kulenovic (5), Brehm (4), Ploner (3), Röhrs (2), Kanand, Reeb (je 1) – Tore Wettenberg II: Merz, Schulcz (je 5), Valentin (4/4), Szabo (4), Sascha Kreutz (3), Schneider, Becker, Kleinschmidt, Noah Kemper (je 2), Moritz Kemper, Wolf (je 1).