
Männer Bezirksliga
2025/2026
24. Spieltag
In der Handball-Bezirksliga der Männer müssen zwei heimische Vertreter im Abstiegskampf Dämpfer hinnehmen. Auch ein lokaler Vertreter aus dem Tabellenmittelfeld geht leer aus.
Wetzlar. Ganz im Zeichen des Kampfes um den Klassenerhalts stand aus heimischer Sicht der Spieltag in der Männerhandball-Bezirksliga. Nach wie vor auf einem Abstiegsplatz liegt Aufsteiger SV Stockhausen, der gegen die HSG Gedern/Nidda beim 34:41 keine Chance hatte. Keine Bonuspunkte sammeln konnte aber auch die KSG Bieber, die den frisch gebackenen Meister TuS Vollnkirchen zu Gast hatte und diesem mit 28:40 unterlag. Nichts Zählbares errang die HSG Dilltal II in einem Mittelfeldduell gegen die HSG Marburg.
SV Stockhausen – HSG Gedern/Nidda 34:41 (11:21): Weiterhin einen Punkt hinter Grünberg/Mücke und zwei hinter Bieber zurück liegt der Aufsteiger, der im vorletzten Heimspiel chancenlos blieb. „Gerade in der ersten Halbzeit waren wir nicht bereit und haben vorne wie hinten behäbig und kopflos agiert. Nach ein paar missglückten Aktionen gingen die Köpfe runter, die Verunsicherung war der Mannschaft anzumerken“, so Stockhausens neuer Trainer Marco Schmidt.
Dessen Team lag nur beim 1:0 (1) in Führung, geriet aber schnell auf die Verliererstraße. Gedern/Nidda zog nach elf Minuten bereits auf 10:3 (!) davon und hatte spätestens beim Pausen-21:11 für die Entscheidung gesorgt. Zwar lieferte der SVS eine ordentliche zweite Hälfte ab und verkürzte auch noch, jedoch war das Spiel längst entschieden. „Aber daran müssen wir arbeiten, um diese Phasen länger abrufen zu können“, sah Schmidt auch Positives. Tore Stockhausen: Rau (2), Textor (2), Müller (5), Mathis Erkel (3), Bremond (2), Fischer (1), Hiesberger (6/1), Mewes (5/1), Gerhardt (2), Jonas Erkel (6).
HSG Dilltal II – HSG Marburg 26:31 (11:17): „Die Marburger sind der verdiente Sieger, da sie abgebrühter und individuell besser waren und wir die ersten 20 Minuten komplett verschlafen haben“, so Dilltals Trainer Michael Zehner, der aber noch anfügte: „Vom Kampfgeist kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ob der personellen Probleme, die wir derzeit haben, fehlt einfach auch ein Stück Qualität. Trotzdem haben wir uns gut verkauft.“
Der Gast um den 13-fachen Torschützen Jonas Schuster blieb Dilltal II nur bis zum 3:4 (9.) dran, geriet bis zur 20. Minute jedoch bereits mit neun Toren (4:13) in Rückstand. Bis zur Pause arbeitete sich die Zehner-Sieben leicht heran (11:17) und verkürzte in Hälfte zwei sogar auf drei Tore (18:21, 38.). Doch die Hypothek war letztlich zu groß, beim 27:21 (51.) hatte Marburg wieder alles im Griff.
Tore Dilltal II: Freund (2), Berkes (4), Schnier (3), Dreuth (4), Roth (1/1), Godow (5), Schaub (5), Altenkirch (1), Hase (1).
KSG Bieber – TuS Vollnkirchen 28:40 (12:19): Trotz der bereits feststehenden Meisterschaft demonstrierte Vollnkirchen auch in Biebertal seine Klasse und feierte einen ungefährdeten Auswärtssieg. „Unser Anspruch ist es, uns im Abstiegskampf nichts nachsagen zu lassen und die Spiele trotz des feststehenden Aufstiegs seriös anzugehen. Das haben wir am absolut gemacht und einen ungefährdeten Sieg gefeiert. Alle haben ihre Spielanteile bekommen und ihren Teil zum Erfolg beigetragen“, zeigte sich TuS-Trainer Michael Bepler zufrieden. Nur beim 1:0 (1.) lag Bieber in Führung, nach dem 5:3 (5.) zog der Gast aber unaufhaltsam davon. Beim 16:6 (22.) betrug der Vorsprung bereits zehn Tore. Nachdem die KSG bis zur Pause leicht verkürzt hatte (12:19), sorgte der Meister mit einem weiteren starken Start schnell für die Entscheidung. In Minute 42 war die Bepler-Sieben bereits auf 28:16 davongezogen und hatte den 22. Sieg im 24. Spiel damit schon eingefahren. Tor Nummer 40 ging in der Schlusssekunde an Lars Timmermann. „Wir wollten Vollnkirchen ärgern, aber das ist uns gar nicht gelungen. Fehler haben direkt zu Gegenstößen geführt, auch die Absprachen in der Abwehr haben gar nicht gestimmt. Der Sieg ist ganz klar verdient, hätte aber nicht so hoch ausfallen müssen“, so Biebers Laura Rabenau, die dem Gegner zudem fair zur Meisterschaft gratulierte und schon viel Erfolg für die Bezirksoberliga wünschte.
Tore Bieber: Herrmann (4/1), Wagner (1), Kipping (4), Keiner (5), Valentin (4), Ben Bender (2), Hoffmann (1), Rinn (1), March (2), Kunert (4) – Tore Vollnkirchen: Sommer (1/1), Friedrich (1), Ulm (2), Ruppert (3), Timmermann (9/2), Dürl (4), Ahl (3), Nils Lindenstruth (2), Koller (7), Vogel (7), Fischer (1).