
Männer Bezirksliga
2025/2026
22. Spieltag
Der Tabellenführer der Männerhandball-Bezirksliga kommt bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach noch zu einem Punktgewinn und kann sich nun krönen. Alle Spiele der Teams im Überblick.
Wetzlar. Dank eines Treffers in letzter Sekunde hat der TuS Vollnkirchen im Topspiel der Männerhandball-Bezirksliga eine Niederlage verhindert, sich aber noch nicht zum Meister gekrönt. Nach dem 27:27 bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach kann das Team von Trainer Michael Bepler dies aber bei der nächsten Aufgabe nachholen.
Weiterhin auf dem zweiten Platz bleibt der TV Hüttenberg III nach dem Kantersieg in Grünberg. Ein Schützenfest feierte die HSG Dilltal II beim Schlusslicht, während die KSG Bieber eine klare und die MSG Rechtenbach/Wetzlar eine hauchdünne Niederlage einstecken mussten.
HSG Eibelshausen/Ewersbach – TuS Vollnkirchen 27:27 (15:15): Vor der tollen Kulisse von 300 Zuschauern entwickelte sich ein Spitzenspiel, das in Hälfte eins absolut ausgeglichen verlief (4:4, 8:8, 12:12). Auch nach dem Pausen-15:15 blieb es über das 18:18 und 22:22 völlig offen. Nach dem 25:25 setzte sich erstmals in Hälfte zwei eine Mannschaft auf zwei Tore ab, beim 27:25 (57.) lag das HSG-Team von Dirk Pöchmann auf Siegkurs.
Doch der TuS ließ in den verbleibenden 180 Sekunden kein Tor mehr zu, kam durch Marc Weller eine gute Minute vor Schluss auf 26:27 heran, nochmal in Ballbesitz und mit dem letzten Wurf durch den gleichen Akteur zum Unentschieden. „Es war ein absolut offenes und enges Spiel. Leider konnten wir nicht komplett antreten, was man uns offensiv angemerkt hat. In der Abwehr haben wir es aber richtig stark gemacht“, freute sich Jannis Ohly, der den erkrankten Michael Bepler vertreten hatte. Im Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen die MSG Florstadt/Gettenau kann sich Vollnkirchen nun die Krone aufsetzen. Tore Vollnkirchen: Ulm (1), Moritz Lindenstruth (1), Ruppert (1), Timmermann (12/8), Nils Lindenstruth (1), Weller (3), vom Hagen (4), Koller (2), Vogel (2).
TG Friedberg II – HSG Dilltal II 19:40 (8:19): „Es war wirklich ein souveräner Auftritt der Jungs, die defensiv wenig zugelassen und offensiv viel Spielfreude gezeigt haben. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, die uns diesen deutlichen Auswärtssieg beschert hat“, freute sich Dilltals Trainer Michael Zehner. Die junge Truppe des Tabellenletzten konnte der HSG nur in den ersten rund sechs Minuten (4:4) Paroli bieten, war danach im Prinzip aber chancenlos.
Dilltal II zog dank eines 9:1-Laufs (!) auf 13:5 (17.) davon und hatte damit eigentlich für die Entscheidung gesorgt. Nach dem Pausen-19:8 blieb die Zehner-Sieben konzentriert, im Abschluss konsequent und setzte sich immer weiter ab. Der 40. Treffer ging auf das Konto von René Dreuth.
Tore Dilltal II: Freund (9), Schnier (2), Dreuth (4), Werner (4), Roth (5/2), Skotarczyk (3), Keiner (1), Godow (6), Altenkirch (2), Hase (2), Wehr (2). KSG Bieber – HSG Gedern/Nidda 28:37 (13:19): Nur bis zum 7:7 (11.) hielt die KSG ein Remis, geriet nach dem 10:12 (17.) aber schon bis zur Pause klar in Rückstand, auch weil Henning Keiner die Rote Karte sah. Vor allem Leon Fladerer bekam das Heimteam nicht in den Griff, insgesamt 15 Mal schlug Gederns Torjäger zu. Bis zum 21:25 (43.) bestand bei Bieber noch Hoffnung auf ein Comeback, ehe ein bitterer 1:9-Lauf (!) folgte (22:34, 55.). „Es hat letztlich in allen Bereichen ein Stück gefehlt. Zu Beginn hatten wir Abschlusspech bei unseren Würfen, haben uns aber auch Fehler erlaubt. Danach gab es allerdings die Rote Karte gegen Henning, und zudem hat sich Chris Bender verletzt, wodurch doch die Führungsspieler im Rückraum gefehlt haben“, fasste Biebers Laura Rabenau zusammen.
Tore Bieber: Herrmann (3/1), Fink (1), Limpert (1), Kipping (4), Keiner (1), Valentin (5), Ben Bender (2), Chris Bender (2), Hoffmann (1), Rinn (2), Diehl (3), Kunert (3).
HSG Grünberg/Mücke – TV Hüttenberg III 23:37 (10:16): Nur bis zum 5:4 (14.) war die Partie bei der dezimierten HSG umkämpft, danach setzte sich Hüttenberg III schnell auf 12:6 (24.) ab. Nach dem Sechs-Tore-Vorsprung auch zur Pause kam das Team von Jan Michel gut in Hälfte zwei (20:12) und hatte frühzeitig für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem 27:17 (48.) wurde es am Ende immer deutlicher. „Wir haben uns nur ein paar Minuten schwergetan, uns danach aber sukzessive abgesetzt. Wir konnten viel wechseln und haben allen Spielern ihre Anteile verschafft, ohne dass ein Bruch ins Spiel gekommen wäre. Es war ein runder Auftritt“, freute sich Hüttenbergs Trainer Jan Michel. Durch das Remis Eibelshausens im Topspiel festigte der TVH zudem Platz zwei.
Tore Hüttenberg III: Lohrey (3), Bach (5), Langsdorf (3), Müller (1), Zörb (1), Stankewitz (5), Kummer (6), Faber (1/1), Kassabaum (2), Machleit (2), Franke (3/1), Weber (4), Linzke (1).
MSG Rechtenbach/Wetzlar – HSG Marburg 39:40 (22:25): 79 Tore fielen in Rechtenbach, aber der MSG fehlte eines zum Punktgewinn. „Wir haben die schnelle Mitte und das Kreisspiel Marburgs nicht in den Griff bekommen und am Ende verdient verloren. Sicherlich wäre mehr drin gewesen, aber leider hatten wir auch einige Ausfälle zu beklagen. Trotzdem muss ich der bunt zusammengewürfelten Truppe ein Kompliment für ihren Kampfgeist machen“, so MSG-Trainer Yannik Reitz.
Vor allem zu Beginn waren den Gastgebern die Ausfälle anzumerken, denn Rechtenbach/Wetzlar geriet früh in Rückstand (4:7, 8:12). Zur Pause hatten die Gastgeber schon ganze 25 Gegentore hinnehmen müssen. In Hälfte zwei kämpfte sich die Reitz-Truppe zurück und beim 34:33 (49.) auch in Führung. Doch am Ende hatte Marburg durch das 40:39 des 14-fachen Torschützen Jonas Schuster das letzte Wort. Tore Rechtenbach/Wetzlar: Leimann (1), Friedrichs (7), Bamberger (4), Neumann (1), Janfrüchte (2), Stanzel (9/5), Wilhelm (6), Schetzkens (6), Bock (3).