
Männer Bezirksliga
2025/2026
18. Spieltag
Die Bezirksliga-Handballer halten im Derby den TV Hüttenberg III in Schach. Aufsteiger SV Stockhausen fällt derweil in die Steinzeit zurück. Die Spiele in der Übersicht.
Wetzlar. Der TuS Vollnkirchen nimmt weiter klar Kurs Richtung Meisterschaft. Im Derby in der Männerhandball-Bezirksliga feierte das Team von Trainer Michael Bepler einen klaren 29:21-Heimsieg gegen den Dritten TV Hüttenberg III und weist weiterhin ein Sechs-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger auf.
Während die MSG Rechtenbach/Wetzlar und die KSG Bieber in der zweiten Tabellenhälfte wichtige Erfolge feierten, gelang dies dem SV Stockhausen nicht. Der Aufsteiger verlor sein Heimspiel gegen die HSG Dilltal II nämlich deutlich mit 24:31.
TuS Vollnkirchen – TV Hüttenberg III 29:21 (13:10): „Wir haben uns den Sieg auf alle Fälle verdient, da wir immer vorne lagen. Vor der Pause haben wir zu viel verworfen, sodass Hüttenberg herankam. Wir haben uns aber nicht nervös machen lassen und uns schnell wieder abgesetzt. Der Garant unseres Erfolges vor guter Kulisse war unsere starke Defensivleistung“, freute sich TuS-Trainer Michael Bepler über den Derbyerfolg.
Dieser schien früh Formen anzunehmen, denn nach gut zwölf Minuten hatte der Spitzenreiter eine 8:3-Führung herausgeworfen. Wenig später war der Vorsprung bereits auf sechs Tore angewachsen (13:7., 24.), doch weil Vollnkirchen einige freie Bälle liegen ließ, kam Hüttenberg III zur Pause heran (10:13) und hatte direkt nach dem Wechsel auf 11:13 verkürzt. Doch mit einem verworfenen Siebenmeter begannen dann die Gäste mit dem Chancenwucher, und weil der TuS zudem aggressiv deckte, zogen die Hausherren bis zur 39. Minute wieder auf 19:12 davon und hielten den Derbysieg damit schon so gut wie in den Händen. Zwar verkürzte die Michel-Sieben nochmal auf vier Tore (15:19), beim 23:16 (49.) war aber endgültig alles klar.
„Alles in allem war es ein absolut verdienter Sieg Vollnkirchens. Wir haben uns nach schlechtem Start herangekämpft, sodass wir zur Pause wirklich Hoffnung hatten. Leider haben wir direkt nach dem Seitenwechsel und auch insgesamt über das Spiel viel zu viel verworfen. Dann hast du einfach keine Chance“, musste TVH-Coach Jan Michel eingestehen. Tore Vollnkirchen: Ulm (3), Moritz Lindenstruth (2), Ruppert (5), Timmermann (5/5), Nils Lindenstruth (2), Ahl (1), Weller (5), Vogel (2), Schneider (4) – Tore Hüttenberg III: Lohrey (2), Müller (4), Zörb (1), Stankewitz (6), Kassabaum (1/1), Machleit (2), Mackenrodt (3), Weber (2).
HSG Grünberg/Mücke – MSG Rechtenbach/Wetzlar 26:28 (14:16): „Es war ein hochverdienter Sieg, der knapper aussieht als er war. Wir haben nicht gut begonnen, uns aber über die Abwehr ins Spiel reingekämpft und nach dem Wechsel bis zur 47. Minute nur drei Gegentore zugelassen. Das war der Schlüssel“, freute sich MSG-Coach Jens Hohaus und lobte zudem das Schiedsrichtergespann Leon Becker/Jan Machura für ihre Leistung. Die Gäste waren schwach gestartet (2:6, 10.), steigerten sich nach einer Auszeit aber vor allem defensiv deutlich. Was beim 12:12 (25.) zum ersten Ausgleich und zur Pause schon zu einer 16:14-Führung führte. Und weil Rechtenbach/Wetzlar zu Beginn der zweiten Hälfte super in der Abwehr stand, zog die MSG bis zur 47. Minute auf 26:17 davon. Am Ende hielt der Schlendrian Einzug, der Sieg war aber ungefährdet.
Tore Rechtenbach/Wetzlar: Dönges (1), Friedrichs (4), Leimann (1), Kundt (1), Stanzel (5), Wilhelm (6), Reinhardt (10/3).
TG Friedberg II – KSG Bieber 32:44 (15:23): Von Beginn an war Bieber beim Schlusslicht fokussiert und setzte sich früh auf 8:3 (8.) ab. Vor allem offensiv war die Truppe von Dino Dragicevic kaum zu stoppen, über das 12:6 (14.) und 18:12 (22.) hieß es zur Pause bereits 23:15.
Und weil die KSG-Jungs konzentriert blieben, war die Entscheidung bereits beim 31:20 nach 40 Minuten gefallen. Danach erhöhten beide Mannschaften ihr Torekonto noch deutlich, am wichtigen Erfolg der Gäste änderte dies aber nichts mehr. „Trotz dezimierten Kaders war das natürlich ein ganz wichtiger Sieg. Mit der Leistung sind wir sehr zufrieden, daran gilt es anzuknüpfen. Ein Lob geht an Michel Hofmann, der echt stark gehalten hat, aber in der Abwehr hätten wir das eine oder andere Mal mehr zupacken müssen“, betonte Biebers Sprecherin Laura Rabenau. Tore Bieber: Herrmann (9/2), Wagner (3), Fink (1), Limpert (9), Kipping (8), Chris Bender (2), Rinn (2), Diehl (8), Kunert (2).
SV Stockhausen – HSG Dilltal II 24:31 (13:14): „Es war ein verdienter Sieg für eine personell gut aufgestellte Mannschaft Dilltals, für uns aber ein Rückschritt in die Steinzeit. In der Abwehr haben wir praktisch jedes Eins-gegen-eins-Duell verloren und haben uns im Angriff unheimlich viele technische Fehler und Fehlwürfe erlaubt“, so SVS-Trainer Michael Hakel. In der ersten Halbzeit hielten die Gastgeber noch gut mit und kamen nach dem schnellen 5:9-Rückstand (15.) beim 9:9 (19.) zum Ausgleich. Und auch beim Pausen-13:14 schienen wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt noch möglich. Doch in Hälfte zwei sorgte Dilltal II schnell für klare Verhältnisse, zog dank eines 6:0-Laufes unmittelbar zu Beginn auf 20:13 davon und hatte den Sieg damit eigentlich schon eingetütet. Danach verwaltete das Team von Michael Zehner den klaren Vorsprung souverän und schaukelte diesen entspannt über die Zeit. „Wir waren in der ersten Halbzeit noch nicht bereit, zu verteidigen. In der zweiten Halbzeit haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es war sicher kein schönes Spiel, aber ein verdienter Sieg“, so der Dilltaler Trainer nach der Partie.
Tore Stockhausen: Herrmann (2), Rau (1), Mathis Erkel (6), Bremond (1), Hiesberger (5/2), Schweitzer (1), Gerhardt (3), Jonas Erkel (3), Schmitz (2) – Tore Dilltal II: Rückel (4), Schnier (1), Lenzen (2), Werner (1), Roth (2/2), Augustin (2/1), Stockenhofen (9), Hase (6/5), Wehr (4).