Grenzbegehung 27. Januar 2007

Wanderung auf mittelalterlichen Pfaden

Der TUS Vollnkirchen hatte alle Mitbürger eingeladen, um auf einer Wanderung die Vollnkirchener Gemarkungsgrenzen kennenzulernen. Bei schönem Winterwetter begaben sich ca 35 große und kleine Wanderer auf den Weg gemacht. Auf der 4-stündigen Runde um Vollnkirchen gab es auch viel Wissenswertes um die Wüstung Wertshausen zu erfahren

Grenzbegehung am 27.1.2007

Wanderung auf mittelalterlichen Pfaden

(CR) Der TUS Vollnkirchen hatte alle Mitbürger eingeladen, um auf einer Wanderung die Vollnkirchener Gemarkungsgrenzen kennenzulernen. Friedhelm Vogt, Abteilungsleiter „Aktive Freizeitgestaltung“, begrüßte ca 35 große und kleine Wanderer und versorgte alle Beteiligten mit Zahlen und Fakten. Mit ca 400 Einwohnern ist Vollnkirchen zwar der kleinste Hüttenberger Ortsteil, gemessen an seiner Gemarkungsfläche von ca 520ha belegt es jedoch einen Mittelplatz.

Grenzbegehung 1

Grenzbegehung 2

Nach kurzer Wanderung war das Wertshäuser Feld in der Südwestecke der Gemarkung erreicht. Dr. Clemens Ruppert vom Arbeitskreis Dorfgeschichte wusste Interessantes über die mittelalterliche Wüstung, deren Geschichte im Rahmen eines Projekts der Gemeinde Hüttenberg und der Dorferneuerung Vollnkirchen im Jahr 2006 erforscht wurde, zu berichten. Der im Jahre 810 im Lorscher Codex als „Werdolfeshusen“ erwähnte Ort bestand ca 600 Jahre und war bereits 1444 wüst. Bedingt durch seine Grenzlage aber war das verlassene Dorf über Jahrhunderte immer wieder Gegenstand von Streitigkeiten zwischen den umliegenden Gemeinden, und immer wieder mussten die Grenzen im Rahmen von Begehungen bestätigt werden. Im Jahre 1811 schliesslich wurde bei einer Vermessung zur Regulierung von Steuerfragen Wertshausen komplett in die Vollnkirchener Gemarkung eingemessen.

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Auf einem historischen Pfad, auf dem man im Mittelalter das Vieh auf die Weiden trieb, gingen die Wanderer quer durch das ehemalige Siedlungsgebiet, wobei man sich eine Abürzung vom historischen wie auch aktuellen Grenzverlauf genehmigte. Nach gut 2 Stunden war die Jausenstation erreicht, wo Robert Ringleb die Wanderer bereits erwartete. Genau am Schnittpunkt der Gemarkungsgrenzen von Vollnkirchen, Hochelheim und Dornholzhausen konnten sie sich mit gegrillter Bratwurt, Glühwein und Erfrischungsgetränken stärken.

 

Grenzbegehung 5

Aufgrund von Windbruch durch die Auswirkungen des Sturms „Kyrill“ war es im nördlichen Bereich der Gemarkung nicht möglich dem exakten Grenzverlauf zu folgen, erreichte diesen aber wieder am ehemaligen Pumpenhäuschen zwischen Volpertshausen und Weidenhausen, wo Andreas Knorz über aktuelle Projekte der Dorferneuerung wie Naturerlebnispfad und Waldkindergarten informierte. Kurz darauf war schon wieder der Kirchturm von Vollnkirchen zu sehen, wo im Sportlerheim die rund vierstündige Grenzbegehung ausklang.


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