20. Spieltag Männer BOL 2017/2018

HSG Dilltal – TUS Vollnkirchen 36:22 (14:11):
„Wir können mit unseren Ausfällen nicht 60 Minuten lang auf diesem Niveau mithalten“, musste Vollnkirchens Trainer Fabian Friedrich angesichts der klaren Niederlage in Werdorf eingestehen. Sein Team lag nach sieben Minuten bereits mit 0:7 im Hintertreffen, doch beim 10:10 (25.) war die Partie wieder offen. „Wir haben in dieser Phase zu viele Chancen vergeben und haben bestimmt 15 Bälle verloren“, ärgerte sich HSG-Trainer Peter Küster. Es war allerdings nur für kurze Zeit eine Partie auf Augenhöhe, die zweite Hälfte verlief sehr einseitig. Sechs Minuten nach Wiederbeginn hieß es bereits 18:12 durch Patrick Müller, die Frage nach dem Sieger wurde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gestellt.

 

 

 

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Pohlheim II hält lange mit

 

Unbelohnt blieb in der Handball-Bezirksoberliga die beachtliche Leistung der HSG Pohlheim II, die bei Tabellenführer TG Friedberg über weite Strecken gleichwertig war, aber in der Schlussphase den Titelanwärter dann doch ziehen lassen musste. Am Ende stand es 31:26 für die TGF, die damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Titel gemacht hat. Die Pohlheimer bleiben Vorletzter im Tableau und befinden sich damit weiter in akuter Abstiegsgefahr. Mit sechs Punkten Rückstand – der Friedberger Punktabzug ist dabei nicht berücksichtigt – folgen die TSF Heuchelheim auf Platz zwei. Die HSG Mörlen, die den TSF in der Vorrunde die erste Saisonniederlage beigebracht hatte, kassierte in Heuchelheim eine 21:36-Niederlage. Auch die Mannschaften aus der erweiterten Spitzengruppe punkteten: Die HSG Hungen/Lich gewann beim TV Wetzlar mit 29:21, die HSG Lumdatal setzte sich bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit 28:25 durch. Dagegen ging der TSV Kirchhain leer aus. Die SG Kleenheim II gewann mit 31:29 und sorgte damit für die größte Überraschung des 20. Spieltages.

TSF Heuchelheim – HSG Mörlen 36:21 (16:10): »Nach zehn Minuten konnte man sehen, wohin die Reise geht«, befand Heuchelheims Trainer Claus Well, dessen Mannschaft zu diesem Zeitpunkt mit 7:2 führte und auf erstaunlich wenig Widerstand traf. Auch nach einer Auszeit lief es nicht besser für den Gast, der nach 13 Minuten mit 2:10 hinten lag. Danach kamen die Mörler zwar etwas besser ins Spiel, reduzierten den Rückstand vorübergehend auf fünf Treffer (7:12/23.), doch eine Vielzahl von technischen Fehlern verhalf den TSF immer wieder zu einfachen Toren. Auch die Heuchelheimer leisteten sich hin und wieder einen Schnitzer, doch Claus Well zeigte dafür Verständnis: »Man kann die Konzentration nicht 60 Minuten hochhalten.« Nach 40 Minuten (23:13) führten die TSF bereits mit zehn Treffern. 29:18 hieß es zehn Minuten vor dem Ende. In der verbleibenden Zeit waren die Gäste kaum in der Lage, den TSF-Angriffen Einhalt zu gebieten. Bei den TSF stand vor der Pause Erik Schlesinger zwischen den Pfosten, nach dem Wechsel Sascha Winter. Heuchelheim: Bley (6/1), Los Santos (6), Björn Hofmann (5), Schmidt, Sascha Hofmann (je 4), Weber, Kaplan (je 3), Rinn, Kröck (je 2), Niko Hoffmann (1). – Mörlen: Löwe (7), Bischof, Bernhard Dietz, Breitenfelder (je 3), Dönges (2), Boller, Möbs, Daniel Birkenstock (je 1).

TV Wetzlar – HSG Hungen/Lich 21:29 (12:15): Die Wetzlarer haben alles versucht, doch am Ende gingen sie wieder leer aus und bleiben im Abstiegskampf stecken. Die Gäste hatten wieder eine Reihe von Ausfällen (Anhäuser, Dell, Whisnant, Menges, Krieg), und so sah es zunächst nicht nach einem so deutlichen Sieg der HSG aus. »In der ersten Halbzeit war das eine enge Kiste«, berichtete Gästetrainer Carsten Schäfer. Bis zum 5:5 (8.) gestaltete der TVW die Partie ausgeglichen, ehe Hungen/Lich auf drei Tore davonzog (8:5/12.). Mit diesem Vorsprung ging es auch in die zweite Halbzeit. Nach 40 Minuten stand es 20:15 für den Gast. Wetzlars Trainer Peter Rosenkranz reagierte, ließ offensiver decken. Bis zur 49. Minute reduzierte Wetzlar den Rückstand auf zwei Treffer (20:22). Doch dann unterliefen den Gastgebern mehrere Fehler. »Uns hat das in die Karten gespielt«, freute sich dagegen Carsten Schäfer, der den Sieg dennoch nicht in vollen Zügen genießen konnte, denn Marvin Schmied zog sich einen Bänderriss im Fuß zu und wird ebenfalls ausfallen. Tore Wetzlar: Breser (7/5), Michael Schetzkens, Johannes Schetzkens (je 4), Breitfelder, Schmidt (je 2), Menger, Baumann (je 1). – Hungen/Lich: Schwellnuss (7/4), Dannwolf (8), Kresse (5), Macht, Stania (je 3), Metzger, Kümpel, Hastermann (je 1).

TSV Kirchhain – SG Kleenheim II 29:31 (18:20): »Ein unerwarteter, aber dafür umso wichtigerer Punkt«, freute sich SG-Torhüter Aljoscha Vogt über den Coup der Kleenheimer »Zweiten« in Kirchhain. Die ohne ihren torgefährlichen Rückraumspieler Jonas Seifart angetretenen Gastgeber lagen mit 7:3 (9.) und 9:6 (11.) vorn, doch bis zur 18. Minute hatten Leander Hanika, Tim Tonhäuser sowie dreimal Marc Weller bei Gegentreffern von Lars Grothe und Jan Billek den Gleichstand zum 11:11 hergestellt. 16:16 hieß es nach 24 Minuten, ehe sich die Kleenheimer kurz vor dem Seitenwechsel absetzten und mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in den zweiten Spielabschnitt gingen. Die Hausherren schafften es nicht, den Rückstand zur reduzieren. Kleenheim hatte alles im Griff, lag eine Viertelstunde vor dem Ende mit vier Toren (21:25) vorn. Diese Führung hatte auch zehn Minuten vor Schluss Bestand. »Ich habe dann noch ein, zwei ›Freie‹ gehalten«, freute sich Vogt, der eine Woche zuvor die Mannschaft gecoacht hatte. So richtig brenzlig wurde es nicht mehr für die SGK. Tore Kirchhain: Funck (10/3), Frische (6/1), Debellemaniere (5), Berger (3), Grothe (2), Billek, Rieke, Janik (je 1). – Kleenheim: Weller (10), Philipp Schäfer (7), Dilges (5/3), Hanika, Henze (je 3), Zimmer (2), Tonhäuser (1).

TG Friedberg – HSG Pohlheim II 31:26 (15:16): Eine bemerkenswerte Vorstellung der Pohlheimer. Trotz der am Ende doch deutlichen Niederlage sah es lange Zeit danach aus, als könnten die Gäste in Friedberg etwas reißen. Nach zehn Minuten stand es 6:6. Auch im weiteren Verlauf gelang es dem Spitzenreiter nicht, die HSG abzuschütteln. Die HSG Pohlheim II blieb dran, glich aus und legte sogar vor. Die HSG blieb am Zuge, für die Vincent Laiacker kurz vor dem Seitenwechsel die 16:15-Halbzeitführung herauswarf. Knapp zwei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Christian Schäfer auf 18:16. Apropos Schäfer: Der Ex-Oberliga-Handballer erzielte acht Treffer und wurde auch in Manndeckung genommen. 20 Minuten (20:20) vor Schluss war kein Trend erkennbar. Bis hierhin hat sich für die Pohlheimer ausgezahlt, die Kreise des Friedberger Rückraumspielers Marco Zinnel zu stören. Doch die Schlussphase gehörte dem Tabellenführer, der bis zur 50. Minute auf 25:21 davonzog. 29:24 hieß es vier Minuten vor dem Ende, das Spiel war damit entschieden. Tore, Friedberg: Avemann (10/4), Petronasec (6), Zinnel (5), Ploner, Schmidt (je 4), Durchdewald, Pozgai (je 1). – Pohlheim II: Schäfer (8/1), Anhäuser (6), Happel, Hahn (je 3), Wiedemann (2/1), Laiacker (2), Dönicke, Schmandt (je 1).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III – HSG Lumdatal 25:28 (14:11): »Bis zur 50. Minuten haben wir geführt«, berichtete HSG-Coach Torben Wegner, »doch dann waren wir zu passiv.« Die Folge: Nach dem Treffer zum 22:19 (49.) für die Hausherren durch Sebastian Rompf drehten die Gäste das Spiel. Michael Kern (2) und Florian Kuhnhenne hatten für den Gleichstand zum 22:22 gesorgt. Auch danach waren die Lumdataler nicht mehr zu stoppen. Wegnerer Mannschaft war in der 13. Minute erstmals in Führung (zum 7:6) gegangen. Zur Pause führten die Hausherren mit drei Treffern, nach 40 Minuten sogar mit 18:14. Doch nach und nach pirschte sich der Gast heran, lag aber elf Minuten vor dem Ende wieder mit drei Toren hinten, ehe ein 7:0-Lauf die Wende herbeiführte. »Die Lumdataler haben unsere Fehler sehr gern angenommen«, stellte Wegner fest. Lumdatals Trainer Clemens Bukschat befand, dass die Gastgeber der erwartet schwere Gegner gewesen seien. »Vor allem im 1:1 war Dutenhofen stark«, berichtete Bukschat, der im zweiten Durchgang die Deckung defensiver stellte und damit Erfolg hatte. Tore Dutenhofen/Münchholzhausen III: Dennis Agel (7/4), Wallwaey (5), Rompf (4), Wenzel (3), Luca Kaiser (2), Müller (2/1), Kinzenbach, Unger (je 1). – Lumdatal: Kern (7), Jonas Schlapp (5), Schmidt (4), Heß (3/1), Kuhnhenne, Ziegler, Herzberger, Marondel (je 2), Stein (1).

HSG Dilltal – TuS Vollnkirchen 36:22 (14:11): „Wir können mit unseren Ausfällen nicht 60 Minuten lang auf diesem Niveau mithalten“, musste Vollnkirchens Trainer Fabian Friedrich angesichts der klaren Niederlage in Werdorf eingestehen. Sein Team lag nach sieben Minuten bereits mit 0:7 im Hintertreffen, doch beim 10:10 (25.) war die Partie wieder offen. „Wir haben in dieser Phase zu viele Chancen vergeben und haben bestimmt 15 Bälle verloren“, ärgerte sich HSG-Trainer Peter Küster. Es war allerdings nur für kurze Zeit eine Partie auf Augenhöhe, die zweite Hälfte verlief sehr einseitig. Sechs Minuten nach Wiederbeginn hieß es bereits 18:12 durch Patrick Müller, die Frage nach dem Sieger wurde zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gestellt.


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