Spielbericht Männer BOL 2022/2023 - 2. Spieltag

Spielbericht Männer BOL 2022/2023 - 2. Spieltag
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Spielberichte

Männer BOL 2022/2023

2. Spieltag

Absteiger HSG Linden hält sich in der "BOL" weiter schadlos

Der Ex-Landesligist ist eines von fünf Teams in der Männerhandball-Bezirksoberliga, die beide Partien gewonnen haben. Der TV Wetzlar steigt derweil mit einem Heimsieg ein.

WETZLAR - Spieltag zwei in der Handball-Bezirksoberliga der Männer, in der fünf Mannschaften mit jeweils 4:0 Punkten die Tabelle anführen. Platz drei belegt dabei die HSG Linden, die die HSG Großen-Buseck/Beuern mit 33:27 distanzierte. Ohne Punkte bleiben derweil die HSG Kleenheim-Langgöns II, die bei der HSG Hungen/Lich hauchdünn mit 27:28 unterlag und Aufsteiger ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen, der bei der 23:32-Niederlage in Kirchhain erneut Lehrgeld zahlen musste. Zum ersten Mal im Einsatz waren der TV Wetzlar und die HSG Lollar/ Ruttershausen; das Spiel gegeneinander entschied der die HSG mit 28:21 für sich.

TV Wetzlar - HSG Lollar/Ruttershausen 21:28 (11:13):
 Am Ende eine klare Angelegenheit für die Gäste, obwohl Martin Sänger, Mannschaftsverantwortlicher der Lollarer, einräumte: "Es war das erwartet schwere Spiel. Wetzlar ist ein unangenehmer Gegner mit einer starken Abwehr." TVW-Trainer Marco Schmidt stellte hinterher fest, dass "wir schwer in das Spiel hineingekommen sind und direkt einem Rückstand hinterherlaufen mussten". Die Folge: Nach 14 Minuten lagen die Hausherren mit 4:9 im Hintertreffen. Nach dem Wechsel verkürzte Wetzlar auf 12:13 und hatte Möglichkeiten zum Ausgleich, doch, so berichtete Marco Schmidt, "im weiteren Verlauf haben wir komplett unsere Linie verlassen und durch überhastete Abschlüsse sowie technische Fehler den Gegner zu zahlreichen Gegenstößen eingeladen". Nach dem 15:17 (38.) hieß es zehn Minuten später 17:23. Danach gaben die Lollarer noch einmal richtig Gas und bauten den Vorsprung bis zur 55. Minute auf zehn Tore (28:18 für den Gast) aus. In der Schlussphase wechselten die Gäste noch einmal durch, während die Hausherren trotz der aussichtslosen Lage nicht aufsteckten und noch drei Treffer erzielten.
Tore Wetzlar: Johannes Schetzkens (5), Dubiys (4/3), Jung (3), Käppler, Friedrichs, Michael Schetzkens (je 2), Dönges, Breining, Mohr (je 1). - Tore Lollar/Ruttershausen: Los Santos (9/4), Matanovity, Weidner (je 6), Voss, Großhaus (je 3), Omicevic (1).
 
HSG Kirchhain/Neustadt - ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen 32:23 (14:12): Letzten Endes stand die Erwachsenen-Spielgemeinschaft auf verlorenem Posten. "Wir merken schon als Aufsteiger, dass das eine neue Klasse ist", bemerkte Gästetrainer Michael Bepler nach dem Spiel, "und müssen in jedem Spiel an die 100 Prozent kommen." Dieses Spiel stand für die ESG unter keinem guten Stern. "Wegen zahlreicher Ausfälle hatten wir keine gute Trainingswoche", ergänzte der Coach. Dennoch erwischte seine Truppe den besseren Start, lag nach sechs Minuten mit 3:0 und nach knapp 20 Minuten noch mit 9:8 vorn. Doch nach und nach zeigte sich, dass die Gäste, wie Michael Bepler feststellen musste, "im Angriff keine guten Lösungen gefunden" haben. "Wir haben die Bälle zu früh weggeworfen." Durch die "leichte Balleroberung" konnten die Gastgeber viele Gegenstöße laufen und lagen beim Seitenwechsel mit zwei Tore vorn. "In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, den Schalter noch einmal umzulegen", räumte der ESG-Coach ein. Der Angriff hatte nicht die notwendige Durchschlagskraft, sodass die HSG mit erster und zweiter Welle immer wieder zu Toren kamen. Nach 42 Minuten lag Kirchhain/Neustadt mit 25:15 vorn. In den verbleibenden Minuten schafften es die Gäste immerhin, nicht noch deutlicher in Rückstand zu geraten
Tore Kirchhain/Neustadt: Billek (6/3), Nicolas Blattner (4), Henkel, Pelda, Walz, Pfab, Armbruster (je 3), Anom Meier, Streichert, Seifart (je 2), Grothe (1). - Tore Vollnkirchen/Dornholzhausen: Repp (6), Lindenstruth (5), David Friedrich (4/3), Ahl (3), Berghorn, Jox (je 2), Uhl (1).
 
HSG Hungen/Lich - HSG Kleenheim-Langgöns II 28:27 (15:14): "Das war ein hart erarbeiteter Sieg", räumte hinterher Thomas Wallendorf ein. Der Trainer der HSG Hungen/Lich sah in den Kleenheimern den erwartet schweren Gegner. Ähnlich äußerte sich Gästecoach Christian Kunz; "Wir haben uns bis zum Schluss teuer verkauft", berichtete er, sah aber auch einen Schwachpunkt bei einer Mannschaft: "Wir waren im Rückraum sehr dünn besetzt, da gehen 27 Tore auswärts in Ordnung." In der ersten Spielhälfte verlief die Partie ausgeglichen. Die Hausherren lagen nach 30 Minuten mit einem Tor vorn, kassierten kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich zum 15:15. In den folgenden zehn Minuten setzte sich Hungen/Lich nach und nach ab und führte nach 40 Minuten mit 21:17. "In dieser Phase haben wir es verpasst nachzulegen - und Kleenheim wieder ins Spiel gebracht", sagte Wallendorf. Und so stellte die Oberliga-Reserve nach 47 Minuten den Anschluss zum 22:23 her, fünf Minuten später schaffte Leander Hanika sogar den 24:24-Ausgleich. Die Heimmannschaft sorgte aber schnell wieder für eine Zwei-Tore-Führung, die Kleenheims Christian Keil durch einen Doppelschlag noch einmal egalisierte. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende hieß es 28:27 für die Gastgeber, die den hauchdünnen Vorsprung dann über die Zeit retteten. "Am Ende waren es in der Summe zu viele unnötige Fehler und das in der zweiten Halbzeit verlorene Torhüterduell, was den Unterschied ausmachten", bilanzierte Christian Kunz.
Tore Hungen/Lich: Hahn (7/6), Kreß (6), Macht, Dönicke, Wenzel (je 4), Anhäuser, Schäfer, Koppermann (je 1). - Tore Kleenheim-Langgöns II: Dilges (11/6), Keil (56), Tonhäuser, Hanika (je 3), Faatz (2), Keßler, Brandenburger (je 1).
 
HSG Linden - HSG Großen-Buseck/Beuern 33:27 (15:17): Erfreut über den Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause zeigte sich Busecks Trainer Carsten Schäfer: "Da haben wir über unsere Verhältnisse performt", berichtete er. Doch im zweiten Durchgang wurde seine Mannschaft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. "Da hat Linden Ernst gemacht", räumte er ein und bewertete den Gegner am Ende als "eine Nummer zu stark für uns". Im ersten Abschnitt lief es in der Tat ganz gut für die Busecker, die den Lindenern auf Augenhöhe begegneten und in der Schlussphase des Durchgangs sogar eine Führung herauswarfen. "In der ersten Halbzeit haben wir viele gut herausgespielte Chancen liegengelassen", erklärte Lindens Coach Conrad Melle, der aber ergänzte: "In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht. Wir haben aktiver verteidigt und unsere Chancen genutzt." So stellten die Gastgeber in Hälfte zwei binnen fünf Minuten den Ausgleich zum 18:18 her. 22:22 lautete der Spielstand nach 40 Minuten, ehe den Hausherren innerhalb der nächsten zehn Minuten sieben Treffer in Folge gelangen. Die Partie war damit entschieden, auch wenn die Gäste zwischenzeitlich noch mal auf vier Tore herankamen.
Tore Linden: Graf (7), Andermann (5/3), Adamczyk (5/1), Stöhr (5), Deimer (4), Semmelroth, Höhn (je 3), Leon Rüdesheim (1). - Tore Großen-Buseck/Beuern: Jan Schneider (6/1), Coletta (5), Tim Schneider, Schüler (je 4),Hirschmann, Luca Funk (je 2), Edelmann, Eckhardt, Diehl, Lars Funk (je 1).

Im Stenogramm
HSG Mörlen - MSG Florstadt/Gettenau 26:24 (13:14): Tore Mörlen: Frosch (8/3), Wulf (5), Berger, Berlich, Alt (je 3), Klug (2), Schätzle, Otto (je 1) - Tore Florstadt/Gettenau: Baumgartl (4), Peppler (3/2), Grosso, Schildger, Potschka, Stewen (je 3), Jankowetz, Briesen (je 2), Greife (1).
 
TSV Lang-Göns  - TG Friedberg 22:31 (10:15): Tore Lang-Göns: Müll (10/4), Loderhose (4), Müller (3), Reitz (2), Korol, Hopp, Weil (je 1). - Tore Friedberg: Bester (6/6), Methner (6), Milius, Wolf (je 5), Ploner, Cadar, Seibert, Engel (j 2), Sattler (1).

HSG Wettenberg II - HSG Wettertal 27:21 (14:12): Tore Wettenberg II:
 Schmitz (5/3), Stoppel (5/1), Felix Kreutz (5), Kleinschmidt, Sascha Puhl (je 3), Büsse, Sascha Kreutz, Quurck (je 2). - Tore Wettertal: Merlin Metzger (8/3), Feltgen, Kielich, Andreas Boller (je 3), Jatouri, Ockenfels, Wießner, Kaus (je 1).
 


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