Blog & News

Hier erfährst du alles was im Verein passiert

Spielbericht Männer BOL 2022/2023 - 16. Spieltag

Spielbericht Männer BOL 2022/2023 - 16. Spieltag
Image

Spielberichte

Männer BOL 2022/2023

16. Spieltag

TV Wetzlar holt Sieben-Tore-Rückstand auf und gewinnt noch
In der Handball-Bezirksoberliga der Männer ist den Domstädtern
eine eindrucksvolle Wende geglückt. Auch in Linden und Oberkleen wird gejubelt.

 

In der Männerhandball-Bezirksoberliga hat sich die HSG Kleenheim-Langgöns II mit einem Sieg in die Pause verabschiedet. Das gelingt zwei anderen heimischen Teams nicht.

Wetzlar. Die HSG Linden hat ihren Platz an der Tabellenspitze der Handball-Bezirksoberliga der Männer gewahrt. Der Spitzenreiter setzte sich bei der HSG Großen-Buseck/Beuern mit 32:24 durch und baute seine Punktebilanz auf 30:2 aus. Ebenfalls erfolgreich war die HSG Kleenheim-Langgöns II, die gegen die HSG Hungen/Lich mit 28:20 gewann. Bemerkenswert ist auch der Wetzlarer Erfolg bei der HSG Lollar/Ruttershausen, die nach einer 18:11-Führung noch mit 27:29 unterlag. Mit diesem Sieg kann der TVW im Abstiegskampf erst einmal aufatmen.

HSG Großen-Buseck/Beuern – HSG Linden 24:32 (13:15): Es war der erwartete Sieg des Tabellenführers, allerdings war Busecks Trainer Carsten Schäfer nicht völlig unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. In der Tat begegneten sich die Mannschaften vor der Pause auf Augenhöhe. Nach wechselhaftem Verlauf hieß es nach 20 Minuten 9:9, ehe die Heimmannschaft eine Zwei-Tore-Führung herauswarf. Doch innerhalb von sechs Minuten rückte der Gast die Verhältnisse zurecht und ging seinerseits mit zwei Treffern in Front. Sechs Minuten nach Wiederbeginn schafften die Busecker erneut den Ausgleich zum 17:17, ehe die Lindener durch Treffer von Lukas Mikusch (2), Nikolas Adamczyk und Sören Deimer auf 21:17 (40.) davonzogen und damit die Weichen in Richtung Sieg stellten. Bis zur 50. Minute baute die Gäste-HSG den Vorsprung auf 27:21 aus. Die Entscheidung war damit gefallen. „Mit einem dezimierten Kader haben wir einen souveränen Sieg eingefahren“, freute sich hinterher Lindens Coach Conrad Melle, musste aber einräumen: „In der ersten Halbzeit kamen wir nicht in unser Angriffsspiel, da wir den Weg in die Tiefe nicht gefunden haben.“ Doch Melle reagierte und änderte mit Erfolg das Angriffskonzept. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann auch die Sicherheit in unserer Abwehr gefunden“, nannte Melle einen Grund für den späteren Sieg. Ein Sonderlob von seinem „Chef“ erhielt „Co“ Simon Semmelroth, der, wie es Melle formulierte, nach dem Ausfall von Kreisläufer Simon Breser „aus der kalten Hose“ fast 40 Minuten lang im Einsatz und kaum zu stoppen war.

Tore Großen-Buseck/Beuern: Stein (4/1), Schüler, Diehl, Jan Schneider (je 4), Tim Schneider (3), Damm, Hirschmann (je 2), Coletta (1) – Tore Linden: Adamczyk (7/2), Mikusch (7), Höhn (4), Ebert, Semmelroth, Deimer, Graf (je 3), Stöhr, Rüdesheim (je 1).

 

HSG Lollar/Ruttershausen – TV Wetzlar 27:29 (17:11): Es war eine ungewöhnliche Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Vor der Pause dominierten die Hausherren, die einem deutlichen Sieg entgegensteuerten, so schien es. 6:2 hieß es nach elf Minuten, danach 12:7 (22.) und 18:11 kurz nach der Pause. Doch die Lollarer Herrlichkeit dauerte nur bis zur 33. Minute. Marco Schmidt, Trainer des TV Wetzlar, gestand nach dem Spiel ein: „Gefühlt waren wir einem Debakel näher, als wir irgendwie wieder in die Spur finden würden.“ Nach dem zwölften TVW-Treffer durch Yannic Dubiys witterten die Gäste aber ihre Chance. „Hier haben wir ganz große Moral bewiesen, und man hat direkt gemerkt, dass wir uns nicht kampflos geschlagen geben wollten.“ Kurzum, Wetzlar holte Tor um Tor auf und hatte nach 46 Minuten den Gleichstand zum 21:21 hergestellt. Zwar legte die Heimmannschaft wieder ein 24:22, aber: „Wir haben uns durch die Rückstände nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen“, sah Marco Schmidt eine positive Entwicklung bei seiner Mannschaft. Dies führt der Wetzlarer Coach auch darauf zurück, dass „wir deutlich mehr Qualität in der Breite des Kaders haben und von der Bank gut nachlegen“ können. Nach der Roten Karte gegen den elffachen Torschützen Marlon Los Santos lief bei den Hausherren kaum noch etwas zusammen. Maximilian Menger hatte zuvor seine Wetzlarer mit 27:26 in Führung gebracht, Yannic Dubiys erhöhte in der 56. Minute auf 28:26 für den Gast. Dieser Abstand war dann auch beim Schlusspfiff Fakt.

Tore Lollar/Ruttershausen: Los Santos (11/5), Matanovity (7), Barisic (5), Voss (3), Weidner (1) – Tore Wetzlar: Breining (6), Dubiys (5/4), Käppeler (5), Reitz, Schmitz, Johannes Schetzkens (je 3), Jung, Lindenstruth, Stanzel, Menger (je 1).

 

HSG Kleenheim-Langgöns II – HSG Hungen/Lich 28:20 (13:10): Ein Sieg mit Ansage: „Bereits im Training unter der Woche hat man gemerkt, dass die Mannschaft super drauf ist“, freute sich der Trainer der Heimmannschaft, Christian Kunz. „Und der Eindruck hat nicht getäuscht.“ Die Hausherren lagen im ersten Durchgang nahezu ständig in Führung, schafften es aber nicht, sich deutlich abzusetzen. So führte die Heimmannschaft nach zehn Minuten mit 4:3, nach 24 Minuten lautete der Spielstand 9:9, ehe die Kleenheimer bis zum Wechsel auf drei Tore davonzogen. Nach Wiederbeginn bauten die Gastgeber bis zur 39. Minute die Führung auf 17:11 aus. Nach 45 Minuten führte Kleenheim-Langgöns II mit 20:15 und baute in der verbleibenden Zeit den Vorsprung weiter aus. „Angeführt von einem überragenden Alexander Faatz im Angriff (zwölf Tore) sowie einer bockstarken und sehr disziplinierten Abwehr war es am Ende eine klare Angelegenheit“, nannte Christian Kunz einen Grund für die Dominanz seines Teams. Ein weiterer: „Das zweite Sonderlob verdient Aljoscha Vogt im Tor, der phasenweise kaum zu überwinden war und das Prädikat überragend mehr als verdient hat.“ So kam die Kleenheimer „Zweite“ zu einem unerwartet deutlichen Sieg.

Tore Kleenheim-Langgöns II: Faatz (12), Frenko (4), Tonhäuser (3), Keßler, Ewald (je 2), Dilges (1/1), Viehmann, Plitsch, Philipp Schäfer, Barbaric (je 1). – Tore Hungen/Lich: Wenzel (6), Macht (5), Anhäuser, Dönicke (je 3), Kreß (2), Hahn (1).

 

ESG Vollnkirchen/Dornholzhausen – HSG Kirchhain/Neustadt 25:31 (8:17): „Das Spiel stand unter keinem guten Stern“, berichtete ESG-Trainer Michael Bepler, denn seine Mannschaft musste „etliche Verletzte und Kranke“ ersetzen, sodass auch angeschlagene Akteure eingesetzt werden mussten. Und so geriet Vollnkirchen/Dornholzhausen schnell deutlich ins Hintertreffen (0:5/7.). Davon haben wir uns nie richtig erholt“, ergänzte Bepler, obwohl seine Mannschaft danach „einigermaßen mitgespielt“ habe. Trotzdem ging die Heimmannschaft mit einem Neun-Tore-Rückstand in die zweite Hälfte, in der sie ein anderes Gesicht zeigte. „Die Jungs haben nun toll gekämpft“, lobte der Coach seine Spieler, die eine „super Moral“ bewiesen. So holte die Heimmannschaft Tor um Tor auf und reduzierte den Rückstand zwei Minuten vor dem Ende auf vier Treffer (25:29). Die Hypothek aus dem ersten Durchgang erwies sich aber als zu schwer, als dass gegen ein starkes Gästeteam noch Zählbares geholt werden konnte. Immerhin: „Die zweite Halbzeit haben wir gewonnen“, fand Bepler doch noch eine positive Seite dieser Partie.

Tore Vollnkirchen/Dornholzhausen: Schindowski (5/3), Ohly, Ahl (je 4), Müller (3), Uhl, Lindenstruth (je 2), Scharf, Bernhardt, Jox, Droß, Berghorn (je 1) – Tore Kirchhain/Neustadt: Pfab (7), Walz (5), Billek (4/2), Seifart, Grothe (je 3), Voß, Anom Meier, Armbruster, Henkel (je 2), Streichert (1).

 

Im Stenogramm

HSG Wettertal – HSG Wettenberg II 25:27 (13:12): Tore Wettertal: Walter (6/1), Kreuzer, Merlin Metzger (je 5), Schmidt (4), Kaus (3), Timo Metzger, Andreas Boller (je 1) – Tore Wettenberg II: Sascha Puhl (6), Schmitz (5/3), Felix Kreutz (4), Quurck (3), Stoppel (2/1), Sascha Kreutz, Henkel (je 2), Büsse, Gerisch, Olbert (je 1).

TG Friedberg – TSV Lang-Göns 33:22 (15:10): Tore Friedberg: Seibert (7), Beyster (6/2), Brehm (6), Wolf (5), Jonscher (3), Sattler (2), Durchdewald, Finn Milius, Reeb, Cadar (je 1). – Tore Lang-Göns: Dominic Weil (7/4), Biermann (5), Alexander Schwellnus, Müll, Tim Hecker (je 2), Reitz, Piazzolla, Loderhose, Nandor Hecker (je 1).

MSG Florstadt/Gettenau – HSG Mörlen 33:24 (17:8): Tore Florstadt/Gettenau: Schildger, Wenisch (je 5), Greife (4/3), Baumgartl, Grosso (je 4), Schwab, Peppler (je 3), Stewen, Potschka (je 2), Briesen (1) – Tore Mörlen: Frosch (6/3), Bischof (5), Berger, Bernhard Dietz (je 4), Wulf, Fritz (je 2), Rossin (1).


Drucken   E-Mail

TUS Newsletter

Melde dich für unseren Newsletter an und bleibe immer auf dem Laufenden.