Frühjahrsklassiker 2021- Corona edition

Im vergangenen Jahr fiel die Saisonauftakttour der TUS-Radler dem Corona Lockdown zum Opfer. Auch dieses Jahr sah es nicht viel besser aus. Sinkende Inzidenzzahlen machten Sport im Mai zwar wieder möglich, aber an eine 2-Tagestour mit Übernachtung war nicht zu denken. Kurzerhand wurde umgeplant und zwei Eintagesetappen mit Start und Ziel in Vollkirchen ins Programm genommen.

 

Teil 1:

Die Tour am Samstag führte zunächst an den Gießener Bahnhof und von dort weiter mit dem Zug zum Startpunkt nach Rudersdorf im Siegerland. Kaum angekommen stand auch schon die erste Bergwertung an, hinauf zur Lahnquelle. Kurz vor Erreichen der Quelle fing es an zu regnen und wir schafften es gerade noch uns im benachbarten Forsthaus Lahnquelle unterzustellen. Da die Außengastronomie noch nicht geöffnet war, konnten wir die überdachten Plätze als Unterstand für uns und unsere Räder nutzen und wärmten uns bei einer Tasse Cappuccino to go.

Nachdem der Schutt vorüber war ging es auf die Abfahrt, auf einer Schotterpiste durch Wald und ein schönes Tal mit dem dünnen Rinnsal der jungen Lahn neben uns hinab ins Tal. Wir schafften es gerade bis zum Hotel Jagdhof in Glashütte, wo wir uns vor dem nächsten Schauer unterstellten. Ein paar Kilometer weiter in Feudingen wurden dann wieder die Regensachen übergezogen…. In Bad Laasphe machten wir vor einem Supermarkt/Bäckerei Mittagsrast. Kaffee und Stückchen to go…. Immerhin war mittlerweile die Sonne rausgekommen und hat die nassen Trikots und Hosen wieder getrocknet. Hoffnung machte sich breit die Tour trocken zu Ende fahren zu können. Doch schon in Biedenkopf standen wir wieder unter, diesmal an einem Sportplatz. Die Einladung im benachbarten Sportlerheim Bundesliga zu schauen lehnten wir dankend ab. Über 30 Kilometer waren es noch fahren. Den Rest des Nachmittags blieb es dann auch weitgehend trocken, allerdings begann nun die Pannenserie…..

Frank, extra zur Tour von der südlichen Bergstrasse angereist, aber mit schlechtem Material, vermeldete einen Platten am Hinterrad. Nachdem der neue Schlauch eingebaut war ging es weiter. Keine 5km später wieder ein lauter Knall und Frank fuhr erneut auf der Felge. Als auch dieser Schaden behoben war und wir weiter wollten stellten wir fest, dass nicht der Schlauch, sondern der Mantel das Problem ist. Durch einen Riss in der Flanke drückte sich schon ne dicke Schlauchbeule heraus. Wie schon oft in solchen Fällen wurde improvisiert, wenngleich das Ergebnis dieses mal ein wenig ungewöhnlich war. Der Riss im Reifen wurde mit dem alten Schlauch und mangels Tape mit einem alten Felgenband abgedichtet. Zusätzlich hat Frank dann noch einem Kabelbinder um Felge und Lauffläche des Reifens geschlungen und die Konstruktion so fixiert. Etwas unorthodox und die Bremsen musste er aushängen, aber es funktionierte. Er gelangte damit bis zum nächsten Bahnhof in Buchenau wo ihn Bernie auf der Zugfahrt begleitete, während der Rest durchs Lahntal weiterradelte. In Marburg trafen wir die beiden dann im Zug wieder. Und da die Konstruktion so gut hielt fuhr Frank auch die letzten 20km von Giessen nach Vollnkirchen damit zurück. Nach über 90km kamen wir müde zu Hause an.

 

Teil 2:

Die Tour am Sonntag verlief dagegen ganz anders. Auch für diesen Tag waren wieder Regenschauer vorausgesagt, doch als die niederprasselten saßen wir bereits im Zug von Gießen nach Limburg. In Limburg angekommen lockere Bewölkung und Sonnenschein, der den ganzen Tag über anhielt. Nach dem Start ging es noch kurz ein Stück an der Lahn entlang, ehe die Route nach Norden über Elz Richtung Hadamar abzweigte. Dort gab es das Renaissanceschloss und das mit Schnitzereien verzierte Fachwerkrathaus zu bestaunen. In Höhe von Dornburg fuhren wir in östlicher Richtung weiter und gelangten bei Löhnberg wieder an die Lahn. Davor legten wir noch eine kurze Mittagsrast auf dem Dorfplatz in Merenberg ein. Ein benachbartes Lokal belieferte uns mit Speis und Trank. Der Rest der Tour führte auf bekannten Wegen durch das Lahntal über Wetzlar zurück nach Vollnkirchen, das wir nach knapp 90km wieder erreichten.

 
Camera
DMC-LX5
Focal Length
6mm
Aperture
f/2.1
Exposure
160s
ISO
80

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