14. Spieltag Männer BOL 2016/2017

HSG Dilltal darf aufatmen

HANDBALL Bezirksoberliga Männer: 32:24 gegen die SG Kleenheim II
 

Dagegen hat der TV Wetzlar eine Überraschung verpasst. Die Domstädter mussten sich der TSF Heuchelheim denkbar knapp mit 28:29 (13:12) geschlagen geben. Der TuS Vollnkirchen verlor bei der HSG Münzenberg/Gambach mit 26:31 (14:16).

HSG Dilltal - SG Kleenheim II 32:24 (13:14): "Das war ein super Start in die Rückrunde. Genau das hatten wir uns vorgenommen. Dass die Mannschaft Moral hat, sieht man ja schon lange", freute sich HSG-Trainer Peter Küster über die zwei Zähler. In der nervösen Anfangsphase waren es zunächst die Gäste, die das Kommando übernahmen und durch einen Treffer von Daniel Schier auf 5:2 enteilten. Auch als Kleenheim II auf 12:8 davonzog, blieb Dilltal ruhig. "Jeder hat heute seine Sache gut gemacht und vor allem gekämpft", nannte Küster Gründe für den Erfolg und lobte zudem die Talente Leon Kollig und Kai Alledan, die aus der A-Jugend aushalfen. Es waren aber mit Nils Malo und Christoph Ulm, der nach langer Verletzungspause ins Team zurückkehrte, die arrivierten Kräfte, die hauptverantwortlich dafür waren, dass die Hausherren bis zur Pause auf 13:14 herankamen.

Im zweiten Abschnitt drehte die Spielgemeinschaft aus Werdorf, Ehringshausen und Katzenfurt gehörig auf. Sie stand in der Defensive wesentlich kompakter und hatte dadurch keine Probleme, nach 43 Minuten durch Christoph Ulm auf 21:17 davonzuziehen. Die Oberliga-Reserve schien geschockt und ließ jegliches Aufbäumen vermissen. Spätestens beim 29:20 durch Jan Philipp Schmitz war die Partie entschieden. Sehr zum Ärger von SGK-Coach Micha Wiener: "Wir haben heute noch komplett im Winterschlaf gesteckt und sämtliche Tugenden, die für eine Sieg nötig sind, vermissen lassen. Dilltal hat das Spiel auch in dieser Höhe verdient gewonnen."

TV Wetzlar - TSF Heuchelheim 28:29 (13:12): Es war wie so oft in der bisherigen Saison: Das Team von Coach Peter Rosenkranz hält in der Regel gut mit, steht am Ende aber mit leeren Händen da. Vor allem im ersten Durchgang zeigte der TVW eine starke Vorstellung. Dies entging auch Heuchelheims Übungsleiter Peter Tietböhl nicht: "Kompliment an Wetzlar. Diese junge Mannschaft spielt einen sehr schnellen und guten Handball." In der Tat: Die Dom- städter ließen den Ball gut laufen und hatten über die Stationen 8:6, 11:8 und 12:8 (Johannes Schetzkens) alles im Griff. Einziges Manko: Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte dem Favoriten, der bis zum Pausenpfiff wieder bedrohlich nahe herangekommen war (12:13). Tietböhl hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Yannic Dubiys in Manndeckung nehmen müssen. Eine Maßnahme, die vor allem in den zweiten 30 Minuten fruchtete. Die TSG ging beim 19:18 in Führung, in der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Hausherren hatten Probleme, die Deckung des Gegners zu knacken, warfen aber alles in die Waagschale. So traf TVW-Akteur Robin Petschel 60 Sekunden vor dem Ende zum 28:28, aber das glücklichere Ende hatte der Gast: Im letzten Angriff der Begegnung tankte sich der neunfache Torschütze Sascha Hofmann auf der rechten Seite durch und stürzte mit seinem Treffer den Liganeuling ins Tal der Tränen. Nach Abpfiff war Heim-Trainer Rosenkranz die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, immerhin hatte seine Truppe einen großen Kampf geliefert: "Wir wissen, dass wir uns davon aber nichts kaufen. Wir müssen schauen, dass wir die Köpfe wieder hochbekommen und im nächsten Spiel an die gezeigte Leistung anknüpfen."

HSG Münzenberg/Gambach - TuS Vollnkirchen 31:26 (16:14): "Wir hatten gehofft, dass wir die Partie heute etwas enger hätten gestalten können", sagte TuS-Trainer Fabian Friedrich. In der ersten Hälfte hielt Vollnkirchen noch ordentlich mit und blieb beim 4:4 von Lars Schindowski (8.) und dem 9:9 von Steffen Wilhelmi dran. "Wir haben dann zu viele leichte Gegentore bekommen. Das ist ärgerlich, denn eigentlich waren wir mit unserem Gegner auf Augenhöhe", monierte Friedrich, der bis zur Pause mit seinem Team mit 14:16 ins Hintertreffen geriet. Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachen beim Gast dann alle Dämme: Vor allem im Angriff lief überhaupt nichts mehr zusammen, so dass die Wetterauer keine Mühe hatten und nach einer Dreiviertelstunde auf 26:17 davonzogen - die Entscheidung war gefallen. Der TuS versuchte zwar noch einmal alles und stellte auf eine extrem offensive 3:2:1-Deckung um, doch die Hypothek des Rückstands war zu groß. Das 25:30 (57.) von Rückraumakteur Daniel Schmidt blieb nur noch Ergebniskorrektur. "Es war ein verdienter Heimsieg für Münzenberg/Gambach. Wir haben heute nicht wirklich unseren Rhythmus gefunden. Nach der Winterpause muss die Mannschaft sich aber auch erst einmal wieder finden. Das geht zum Glück nicht nur uns so. Wir hätten trotzdem konsequenter spielen müssen", wusste Friedrich. (lme)


Wetzlarer Neue Zeitung
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