Tour Nr 24 - Franken 2017

Start: Nürnberg
Ziel: Ansbach
Gefahrene Km: 372
Etappenorte:
Neuhaus/Pegnitz, Waischenfeld, Höchstadt/Aisch

Die TUS Radfahrer waren in diesem Jahr im Frankenland unterwegs. Nach dem Start in Nürnberg ging es entlang der Pegnitz auf dem 5-Flüsse Radweg und dem Pegnitztal Radweg in das kleine Dorf Finstermühle bei Neuhaus an der Pegnitz. Am zweiten Tag weiter auf dem Pegnitzradweg nach Bayreuth und auf dem Fränkische Schweiz Radweg bis Waischenfeld ins Zentrum der fränkischen Braukultur.  Der 3. Tag führte auf dem Hochweg Fränkische Schweiz nach Bamberg und weiter über den Regnitz Radweg und den Aischtalradweg nach Nackendorf bei Höchstadt an der Aisch. Die letzte Etappe führte entlang von Aischtalradweg, des Radweges vom Main zum Zenn und des Markgrafenweges nach Ansbach. Insgesamt wurden an den 4 Tagen 372 km und über 2500 Höhenmeter zurückgelegt.

 

 

 

Tour Nr 24: Franken - 2017

Start: Nürnberg

Ziel: Ansbach

Gefahrene Km: 372

Etappenorte: Neuhaus a.d. Pegnitz, Waischenfeld, Höchstadt

Teilnehmer:

2017 Franken 800px 

v.l.: Thomas Ulm,  Klaus Friedrich,  Stefan Holster,  Stefan Bernhardt, Frank Baust, Armin Friedrich, Edwin Burda, Clemens Ruppert

 

Die 24. Auflage der TUS Radwanderung führte uns bei bestem Radfahrwetter von Nürnberg auf einer Runde entlang der Pegnitz und durch die Fränkische Schweiz und das Aischtal nach Ansbach. Insgesamt wurden an den vier Tagen 372 km und über 2500 Höhenmeter gefahren.

Bedingt durch einige kurzfristige Absagen machte sich diesmal nur eine kleine Gruppe von 6 Mann vom Dorfplatz in Vollnkirchen aus auf den Weg zum Bahnhof nach Giessen. Dort wurde Teilnehmer Nummer 7 (Bernie) eingesammelt und die Verpflegung in Empfang genommen. Mit dem Vulkan-„Express“ ging es quer durch den Vogelsberg. Für Kurzweil auf der langen Fahrt mit Halt an jedem Bahnhof sorgte ein Vogelsberger Original, der uns seine komplette Lebensgeschichte erzählte….. (O-Ton eines Mitreisenden: „Das Schlimme daran ist, dass das alles so stimmt, was er erzählt hat…“) Ab Fulda ging es dann im Intercity bedeutend schneller voran, und nach einem weiteren Umstieg in Ansbach sind wir um die Mittagszeit in Nürnberg angekommen, wo Frank, der achte im Bunde, uns bereits erwartete.

Die erste Etappe führte auf dem Fünf- Flüsse-Radweg entlang der Pegnitz Richtung Osten. Nach einer Kaffeepause in Hersbruck zweigte der Radweg auf den Pegnitztalradweg Richtung Norden ab und folgte dem Fluss durch ein schönes, enges und kurvenreiches Tal mit vielen kleinen Ortschaften. Bald waren auch die ersten Felsformationen, Ausläufer der fränkischen Schweiz, zu sehen. Nach insgesamt 87km (inklusive der 20 km zum Bahnhof) erreichten wir Finstermühle bei Neuhaus an der Pegnitz. Hier haben wir in ländlicher Idylle neben Haflingern, Ziegen, Schafen, Streitgänsen, Hühnern und Emus übernachtet.

Am nächsten Morgen hieß es wieder rauf auf den Sattel und weiterradeln. Immer noch entlang der Pegnitz, diesmal aber auf dem Pegnitzradweg. In Bayreuth war etwas mehr als die Hälfte der 87 km langen Etappe absolviert; Zeit für eine Mittagsrast. Frisch gestärkt ging es auf dem Fränkische Schweiz Radweg weiter. Der Weg führte auf der alten Bahnstrecke Bayreuth-Hollfeld und dann weiter entlang der Wiesent mitten hinein ins Herz der Braukultur nach Waischenfeld. Während einer Kaffeepause haben wir das Abendprogramm geplant. Der Bäcker erzählte uns von einer Zeltkirmes mit Beatabend im Nachbardorf und zählte auf, was es alles zu Essen gibt…. Leider mussten wir später feststellen, dass er sich im Datum geirrt hatte und wir einen Tag zu früh dran waren. So blieben wir in Waischenfeld und machten uns auf die Suche nach einer Einkehrmöglichkeit. Nach einem Rundgang durch den Ort wuren wir fündig, ein Brauereigasthof mit ½ l Bier für 1,80€. Das hörte sich gut an, doch wir hatten die Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht. Die wenigen Tische waren bis auf ein paar Restplätze alle besetzt und so stellen wir uns erstmal an die Theke und wollten die erste Bestellung aufgeben. Doch der Wirt wollte uns nur im Sitzen bedienen, da wir ihm den Blick auf seine 4 (!) Tische versperrten und er nicht sehen konnte, wenn ein Gast ausgetrunken hatte…… Also wieder raus und rein in die nächste Lokalität. Hier fanden wir ausreichend Sitzplätze und wurden mit süffigem Gerstenbräu versorgt….

Der dritte Tag begann mit einer Bergwertung. Es blieb uns keine Zeit zum Warmfahren und Einrollen, wir mussten gleich eine sehr steile Piste zur Burg über Waischenfeld hinauf. Und auch auf den weiteren ca 30 km ging es immer wieder rauf und runter. Der weiche Schotter forderte zusätzliche Kräfte. Wir fuhren über Aufseß, mit seinen vier Brauereien ist die Gemeinde Weltrekordhalter für die größte Brauereiendichte pro Einwohner. Die Brauereigasthöfe mussten wir aber links liegen lassen, für einen Schoppen war es einfach noch zu früh…. Nach weiterem schweißtreibenden Auf und Ab durch die fränkische Schweiz, sorgte eine lange Abfahrt mit 4 Serpentinen vor Litzendorf für etwas Erholung. Von hier auf war es nicht mehr weit bis Bamberg. Plötzlich standen wir mitten im Getümmel der Altstadt und hielten vergeblich Ausschau nach einer Lokalität für die Mittagspause. Nach einem Gruppenfoto vor der Regnitzbrücke mit dem alten Rathaus sind wir dem Trubel schnell wieder entflohen und haben uns auf die Suche nach einem ruhigen Biergarten gemacht. Den gab es erst ein paar Kilometer weiter in Hirschaid. Auf der kerzengeraden Strecke am Main-Donau-Kanal entlang wurde die Geschwindigkeit angezogen und ein kleines Rennen eingelegt. Nach der Pause sind wir dem Regnitzradweg noch ein paar Kilometer gefolgt und dann auf den Aischtalradweg abgebogen. In Höchstadt wurden gerade die Vorbereitungen für ein Altstadtfest getroffen und so bekamen wir auch gleich eine Option für das Abendprogramm geliefert. Zuvor aber ging es noch 3 Kilometer weiter nach Nackendorf ins Hotel, frisch machen und etwas Augenpflege betreiben. Nach anstrengenden 97 Kilometern war das auch bitter nötig…..

Die letzte Etappe am Sonntag hatte es dann auch nochmal in sich. Aus verkehrstechnischen Gründen mussten wir statt wie ursprünglich geplant nicht nach Bad Windsheim, sondern nach Ansbach zum Bahnhof radeln, ein Plus von 30 km… So ging es dann auch ohne lange zu trödeln zügig voran. Die ersten 30km bis Neustadt führten auf dem Aischtalradweg auf flachem Terrain über Weisen und Felder und vorbei an unzähligen Karpfenteichen. Dann folgte –wie schon am Vortag- ein Auf und Ab auf den Radwegen von der Aisch zur Zenn, dem Biberttalradweg und dem Markgrafenweg. Am Nachmittag war das Ziel in Ansbach erreicht. Es blieb noch genügend Zeit für einen Gang in die Altstadt, um bei Kaffee und Kuchen die Tour bzw einem Eisbecher (O-Ton Bernie: „Das ist mir scheißegal wieviel Kalorien der hat“) ausklingen zu lassen. Hier haben wir uns von Mitradler Frank verabschiedet und die Rückreise mit der Bahn angetreten. Nach Ankunft in Giessen um halb 10 hieß es nochmal in die Pedale treten, ehe Vollnkirchen nach 106km erreicht war

 



 
Camera
DMC-LX5
Focal Length
9.2mm
Aperture
f/2.8
Exposure
1/500s
ISO
10